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Werben für Organspenden

Reform will Bereitschaft der Bürger erhöhen.

Von Birgit Leute, 04.11.2012.

Seit dem 1. November ist die Organspendereform in Kraft. Millionen von Versicherten erhalten in diesen Tagen Post von ihren Krankenkassen. Allerdings: Nicht alle Kassen reagieren sofort.

Mit der Reform soll die Spendenbereitschaft der Bürger erhöht werden, die nicht erst mit den Organspendeskandalen im Sommer dieses Jahres weiter sinkt: Waren es 2011 noch 1200 Organspenden, so gab es von Januar bis Oktober 2012 nur noch 889, so die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO).
Das neue Gesetz sieht vor, dass alle die 16 Jahre und älter sind, künftig regelmäßig von den Krankenkassen informiert werden, was es mit der Organspende auf sich hat. Außerdem erhalten sie einen Spenderausweis zugeschickt. Der Ansatz ist völlig neu, denn vorher musste man sich um einen Ausweis ausdrücklich bemühen.
Eine Verpflichtung, Ja oder Nein zu sagen, besteht allerdings mit der neuen Regelung nicht. Wer nicht reagiert, muss auch keine Sanktionen befürchten. Ebenso wenig müssen sich die Versicherten direkt entscheiden: Künftig werden sie alle zwei Jahre aufs Neue informiert. Möglicherweise wird die Spendenbereitschaft auch zukünftig auf der elektronischen Gesundheitskarte dokumentiert – dann würde eine Erinnerung nur noch alle fünf Jahre erfolgen.
Nicht alle Krankenkassen versenden die Unterlagen sofort. AOK, DAK oder Barmer GEK warten bis Anfang nächsten Jahres – zum Teil auch, um Abstand zu den Organspendeskandalen zu schaffen. Die Techniker Krankenkasse reagiert dagegen sofort. Der Gesetzgeber lässt in jedem Fall Zeit bis Oktober 2013.
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