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Wer hat denn an der Uhr gedreht?

Braunschweig (mj). Die kürzeste Nacht des Jahres liegt hinter uns. Die Sommerzeit hat begonnen. Heute Nacht sind die Uhren um 2 Uhr auf 3 Uhr umgestellt worden.

Und Braunschweig ist dabei für ganz Deutschland der Nabel der Welt. Denn die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) liefert für die Bundesrepublik die Zeit. Sämtliche Funkwecker, Bahnhofsuhren und Industrieabläufe werden von den Atomuhren der PTB gesteuert.
Im Sender DCF 77 in Mainflingen bei Frankfurt (Main) werden die notwendigen Programmierungen der impulsgebenden Atomuhr eingegeben. Der Sender versorgt alle öffentlichen und privaten Funkuhren im Umkreis von bis zu 2500 Kilometern mit dem aktuellen Zeitsignal. Durch das Zeitgesetz von 1978 ist die PTB damit beauftragt, die für den „amtlichen und geschäftlichen Verkehr“ in der Bundesrepublik Deutschland maßgebende Uhrzeit anzugeben und zu verbreiten. 2002 wurde die mitteleuropäische Sommerzeit (§ 1 Abs. 4 des Zeitgesetzes) auf unbestimmte Zeit eingeführt.
Die Umstellung auf Sommerzeit begann einst in Frankreich mit der Ölkrise 1973, um Energie zu sparen. Ob tatsächlich Energie eingespart wird, ist unter Experten mittlerweile umstritten. Wirtschaftliche Vorteile verspricht sich auch die Regierung der USA. Seit 2007 ist die amerikanische Sommerzeit sogar vier Wochen länger als die europäische. An jedem der zusätzlichen „Sommertage“ soll Energie im Gegenwert von 100 000 Barrel (rund 16 Millionen Litern) Öl gespart werden.
Bei uns endet die Sommerzeit in diesem Jahr am 28. Oktober. Die weltweit einheitliche Grundlage für die Bestimmung der im öffentlichen Leben verwendeten Zeit heißt Koordinierte Weltzeit UTC (Coordinated Universal Time) und wird vom Internationalen Büro für Maß und Gewicht (BIPM) berechnet.
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