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Welche Zukunft hat die Sparkasse?

Vorstandsvorsitzender Christoph Schulz. Foto: oh

Braunschweigische Landessparkasse legt Programm „Sparkasse 2020“ auf und richtet ihre Strategie neu aus.

Von Martina Jurk, 18.05.2014.
Braunschweig. Die Finanzbranche befindet sich im Umbruch. Auch die Braunschweigische Landessparkasse (LSK) ist davon nicht ausgenommen. Sie will sich den Herausforderungen stellen und ihre Strategie neu ausrichten.

Vorstandsvorsitzender Christoph Schulz nannte bei der Bilanzpressekonferenz die großen Herausforderungen, mit denen die Landessparkasse in diesem Jahr konfrontiert ist: verschärfter Wettbewerb, verändertes Kundenverhalten, Folgen der digitalen und demografischen Entwicklung. Was das genau heißt, erklärte Schulz: „Andere Bezahlsysteme, die in unseren Nachbarländern schon längst alltäglich sind, verschärfen den Wettbewerb. Die Kunden kaufen heute dank Internet anders ein. An Bankfilialen werden heute ganz andere Anforderungen gestellt – von den Kunden.“ Die Landessparkasse will zukunftsfähig bleiben und reagiert darauf mit einem Programm, das sich „Sparkasse 2020“ nennt. Onlinekompetenz und neue von den Kunden bestimmte Zugangswege, Konzentration auf eine optimale Beratung, die den Lebensphasen der Kunden angepasst ist, sind dabei die Kernaufgaben. Auch der Aufbau des Filialnetzes soll überprüft werden. Es würden an manchen Standorten Filialen geschlossen und dafür an anderen Stellen eingerichtet, blickte Schulz voraus. „In Zukunft wird von den Kunden ein Finanz-Fachgeschäft abgefragt. Sie verlangen einen Beratungsservice, der im Internet nicht geboten werden kann.“
Dass das Angebot des persönlichen Gesprächs von den Kunden verstärkt nachgefragt wird, macht eine Zahl deutlich: 2013 gab es 35 Prozent mehr sogenannte Finanzchecks – also ganzheitliche Beratung – als im Jahr zuvor. Maßgeschneiderte Produkte für die Kunden kommen demnach an. Und der in den Medien verbreitete witzige wie leicht verständliche Werbeslogan des Sparkassen-Finanzkonzepts hat offensichtlich seine Wirkung nicht verfehlt.
Wie ist das vergangene Jahr gelaufen? „Zufriedenstellend, soweit man bei der Niedrigzinslage zufrieden sein kann“, lautet die einhellige Bilanz des Sparkassenvorstands. Die Bank kann ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 18,2 Millionen Euro ausweisen – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (18,1 Millionen Euro). Die Niedrigzinsen haben Kunden veranlasst, Sondertilgungen vorzunehmen beziehungsweise ihre Spareinlagen zu nutzen, Kredite abzulösen. Die Summe der Tilgungen und Sondertilgungen betrug 2013 insgesamt 350 Millionen Euro. Die Folge: 105 Millionen Euro weniger an Kreditvolumen als im Vorjahr. Das galt es zu kompensieren. Umso erfreulicher für die Sparkasse, dass die Marken bei Neukrediten und Einlagen gehalten werden konnten.
Mit der Fondsvermögensverwaltung als neues Angebot, der Gründung einer eigenen Versicherungsagentur, der wiedereingeführten Immobilienvermittlung, der Markteinführung des Businesskredits für Selbstständige und mehr als 1,5 Millionen Euro Förderung im Braunschweiger Land für Sport, Kultur und Soziales hat die Landessparkasse positive Zeichen gesetzt. Besonders zulegen konnte sie im Neugeschäft bei Immobilienfinanzierungen mit einem Zuwachs von 52 Millionen Euro beziehungsweise 20 Prozent. „Von der Projektfinanzierung über das Maklergeschäft bis zur Immobilienfinanzierung bieten wir alles aus einer Hand“, sagte Vorstand Werner Schilli.
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