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Weil: „Ich fahre gerne Auto“

Riesiger Medienrummel am Flughafen. Ministerpräsident Stephan Weil stattete auf seiner Sommertour durch Niedersachsen auch dem DLR und dem Luftfahrtforschungszentrum NFL einen Besuch ab. Hier testet er gerade das „Next Generation Car“, das selbstständig fahren und einen Parkplatz suchen kann. Fotos: Thomas Ammerpohl

Ministerpräsident besuchte auf seiner Sommertour auch Institute in Braunschweig.

Von Birgit Leute, 09.08.2016.

Braunschweig. „So haben wir aber nicht gewettet“. Streng blickt Stephan Weil dem schneeweißen Golf hinterher, der an ihm vorbeirollt und erst einige Meter weiter zum Stehen kommt. Per App hatte ihn der niedersächsische Ministerpräsident gerufen und damit einmal selbst die neueste Technik ausprobiert, an der am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt getüftelt wird.
Weil ist derzeit auf Sommertour: 400 Kilometer einmal quer durch Niedersachsen – im Schlepptau einen riesigen Medientross. Der Stopp beim DLR ist nur ein Programmpunkt der einwöchigen Reise, die ganz unter dem Zeichen der „Mobilität“ steht. Dafür hielt sich der „MP“ aber auch gleich zwei Tage in Braunschweig auf.

„Ich fahre gerne Auto, auch gerne selber“, verriet Weil beim Termin mit den Forschern des DLR, zeigte sich dann aber doch vom „Next Generation Car“, eben jenem schneeweißen Golf, beeindruckt, der selbstständig einen Parkplatz sucht, während sein Besitzer Shoppen geht. „Das würde enorm Stress reduzieren“, lobte Weil diese Form des automatisierten Fahrens.

Anderer Termin, andere Forschungsrichtung: Weil steht im weißen Kittel im Labor des Helmholz-Instituts für Infektionsforschung und lässt sich erklären, warum Antibiotika-Resistenzen so gefährlich sind. Zwar habe das Gebiet nicht unmittelbar etwas mit Mobilität zu tun, betont der Landesvater, „aber auch die Infektionsforschung ist ein ganz wichtiger Cluster in Niedersachsen“.
Zwischen Regalen mit Aktenordnern und Reagenzgläsern erklärt ihm Dr. Marc Brönstrup, Leiter der Abteilung chemische Biologie, wie wichtig es sei, jetzt zu handeln. „Wir bewegen uns auf eine Krise zu, was die Antibiotika-Resistenzen betrifft“, warnt der Forscher. Noch könnte gehandelt werden, aber dafür müsse mehr geschehen – zum Beispiel eine Weiterentwicklung der Medikamente und die Erforschung biologischer Wirkstoffe. Viel Input für den Ministerpräsidenten, der an diesen zwei Tagen nicht nur stolze Ergebnisse auf die Reise mitbekommt, sondern auch etwas zum Nachdenken ...
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