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Was wird aus der schrumpfenden Region?

Jens Palandt vom ZGB sprach über die Regionalstrategie Daseinsvorsorge für den Großraum Braunschweig zum Umgang mit dem demografischen Wandel. Foto: Jurk

Regionalkonferenz des ZGB: Gemeinsame Strategie entwickeln.

Von Martina Jurk, 12.03.2014.

Braunschweig. Im Großraum Braunschweig werden bis 2030 immer weniger Menschen leben. Wie die Region den demografischen Wandel nicht einfach nur hinnimmt, sondern ihn aktiv gestaltet, war Thema der gestrigen Regionalkonferenz, zu der der Zweckverband Großraum Braunschweig eingeladen hatte.

Hintergrund ist die EU-Förderperiode 2014 bis 2020. „In den nächsten Monaten müssen wir die Projekte benennen, die gefördert werden sollen. Das Themenfeld demografischer Wandel und Daseinsvorsorge ist bei der Förderung relativ neu“, sagte Jens Palandt, Erster Verbandsrat und Leiter der Abteilung Regionalentwicklung im Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) am Rande der Konferenz im Congresssaal der Stadthalle.
Mehr als 150 Teilnehmer, darunter Bürgermeister, Stadt-, Land- und Kreisräte, Landtagsabgeordnete und Regionalplaner, hatten sich angemeldet – mehr als erwartet. „Das zeigt das große Interesse an dem Thema“, so Palandt.
„Wohnen, Arbeit und regionale Daseinsvorsorge – den demografischen Wandel aktiv gestalten!“ lautete das weitreichende Thema. Attraktive Arbeitsbedingungen, gute Bildungsangebote und eine überdurchschnittlich hohe Lebensqualität seien heute entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Nach Fachworkshops ging es um eine gemeinsame Absichtserklärung, eine regionale Strategie „Wohnen, Arbeit und Daseinsvorsorge“ zu entwickeln, die mit kommunalen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Partnern und den Bürgern in konkreten Projekten umgesetzt werden soll.
Jens Palandt nannte einige Beispiele: • die Mobilität im Großraum Braunschweig zu verbessern oder bei einer schrumpfenden Bevölkerung zu erhalten; • Leerstände zu bewältigen, zum Beispiel Geld zu erhalten für den Abriss leerstehender Häuser oder Straßenzüge, deren Beseitigung oder für einen bedarfsgerechten Neubau; • die Infrastruktur anzupassen, zum Beispiel Strom-/Abwasserleitungen zurückzubauen.
Die Konferenzteilnehmer seien am Anfang gefragt worden, ob sie regionales Handeln für erforderlich halten, und ob das Thema „demografischer Wandel“ in ihren Städten, Landkreisen und Gemeinden angekommen ist. Beide Fragen hätten sie durchweg mit Ja beantwortet. Bei der Frage, ob die Kirchturmpolitik bei ihnen überwunden ist, habe die Antwort Nein gelautet. „Hier kann die Regionalkonferenz Weichen stellen“, sagte Katrin Fahrenkrug vom Institut Raum & Energie, die die Veranstaltung moderierte.
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1 Kommentar
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Jens Golland aus Cremlingen | 02.05.2014 | 13:10  
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