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Was lange währt, wird endlich gut

Der moderne Herbergsbau prägt das Stadtbild an der Wendenstraße und am Geiershagen. Foto: Thomas Ammerpohl
 
Ehrenbürger Gerhard Glogowski, Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und DJH-Landesverbandsvize Helmut Maier (v.l.) vor dem rückwärtigen Gebäude der Herberge. Foto: Ammerpohl
Braunschweig: Jugendherberge |

Für neue Jugendherberge wurde Richtfest gefeiert. 150 Gäste können am Geiershagen ab 2015 übernachten.

Von Martina Jurk, 07.05.2014.
Braunschweig. Zwei Jahre Bauverzug, höhere Kosten, endlich Aufatmen: Die Bauarbeiten an der Jugendherberge am Geiershagen sind auf der Zielgeraden. Gestern wurde Richtfest gefeiert. Im Frühjahr nächsten Jahres können die ersten Gäste einziehen.

„Das ist ein bedeutender Tag“, sagte Helmut Maier, 2. Vorsitzende des Landesverbands Hannover des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), das Bauherr ist. Nicht vorhersehbare Schwierigkeiten hätten die Bauverzögerung verursacht.
Nach dem symbolischen ersten Spatenstich im August 2011 folgte ein langwieriger Rechtsstreit mit einem Wohnungsbesitzer in der Nachbarschaft. Dann wurde im Baugrund ein Blindgänger vermutet, und schließlich gab es verbandsinterne Meinungsverschiedenheiten. Das Projekt stand auf der Kippe. In dieser Zeit sind die Baukosten gestiegen. Statt der geplanten 7,2 Millionen Euro werden es am Ende rund acht Millionen Euro sein, von denen circa drei Millionen Euro die Stadt Braunschweig beisteuert.
Als „Bereicherung für das Stadtbild“ bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann das Objekt. Erschwingliche Betten für junge Leute und Familien mit kleinem Budget hätten bislang in Braunschweig gefehlt. Diese Lücke werde jetzt geschlossen, so Gert Hoffmann. Für den Oberbürgermeister war das Richtfest für die Jugendherberge der letzte offizielle Besuch eines Bauprojekts, bevor er aus dem Amt scheidet. In zweieinhalb Wochen wird ein neues Stadtoberhaupt gewählt. „Ich habe mir ganz bewusst die Jugendherberge dafür ausgesucht, eben weil das Vorhaben mit besonderen Hindernissen und Schwierigkeiten an den Start gegangen ist.“ Hoffmann hegt keinen Zweifel daran, dass die Nachfrage nach Unterkünften in der Herberge groß sein wird.
Helmut Maier bestätigte, dass es bereits viele Voranfragen geben würde. Der DJH-Landesverbandsvize lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen dem Jugendherbergswerk und der Stadtverwaltung. Er dankte für das herausragende finanzielle Engagement der Stadt und für die hervorragende Unterstützung.
Für den Bau der Jugendherberge in Braunschweig spreche vor allem die Lage: innenstadtnah und trotzdem ruhig und im Grünen.
Ausstattung
Die Herberge besteht aus zwei Gebäudeteilen: einem Fünfgeschosser an der Wendenstraße und einem Zweigeschosser, der in die Tiefe des Grundstücks hineinragt. Beide Gebäude verbindet im ersten Obergeschoss eine transparente Brücke. Die Herberge bietet 156 Gästen Platz. Und so wird sie ausgestattet sein: Foyer mit Rezeption und Bistro, Freizeit- und Seminarräume im dreieckigen Kopfgebäude an der Wendenstraße, Gästezimmer für Schulklassen und Jugendgruppen in den oberen Etagen, Fahrstuhl, neun Vierbett- und zwei Zweibettzimmer (alle mit Dusche und WC) in jedem Geschoss, behindertenfreundliche Gästezimmer im ersten Stock. Rückwärtiges Gebäude: Tagungs- und Seminarräume, Wirtschaftsräume mit Küche und Speisesaal im Erdgeschoss, Gästezimmer für Familien im ersten Stock.
Kosten
Acht Millionen Euro, davon drei Millionen von der Stadt Braunschweig, eine Million von Bund und Land, vier Millionen Eigenmittel des DJH-Landesverbands. Zusätzliche 200 000 Euro städtische Mittel für eine direkte Fußgängerverbindung zum Wallring.
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