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Was hilft gegen AfD-Wähler? Integrationspolitik für Deutsche!

Das "Volk" hat die Schnauze voll - Anhänger von Pegida und der AfD in Cottbus.
Mo. 16. Oktober 2017, geschrieben von Hansi Volkmann (Deutsche Gewerkschaftsbund), auf Braunschweig Spiegel: 

"....Wilhelm Heitmeyer, der ehemalige Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, sagt in diesem Interview nichts, was er nicht schon diverse Male gesagt hätte. Das ist auch ein wenig die Tragik seiner Person.

Mit der Langzeitstudie Deutsche Zustände konnte er von 2002 bis 2012 immer wieder aufzeigen, dass die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Bevölkerung verbreiteter ist, als allgemein angenommen.

Und ebenso, dass es vor allem wirtschaftliche Krisen, wachsende Zukunftsängste und die daraus resultierende soziale Desintegration sind, die den Hass auf Fremde oder als nutzlos geltende Menschen über die Jahre hat ansteigen lassen.
Heitmeyer selbst spricht von einem »entsicherten Jahrzehnt«.

Nach der vergangenen Bundestagswahl und dem Erfolg der AfD, merkt man Heitmeyer seinen Pessimismus deutlich an. Dabei wäre wahrscheinlich spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Ergebnisse seiner Arbeit ernster zu nehmen.

Zentral ist dabei die Erkenntnis, dass gegen die Effekte sozialer Desintegration nur eine Politik der Reintegration hilft. Damit etwa »nutzlose« Langzeitarbeitslose oder die »besorgte« Mittelschicht ihre Anerkennung nicht im autoritären Nationalradikalismus suchen, muss das Stigma der ökonomischen Nutzlosigkeit und die Angst vor dem Jobverlust effektiv gelindert werden:
Integriert sein bedeutet, dass Menschen Zugang zu den Institutionen der Gesellschaft wie dem Arbeitsmarkt, dem kulturellen und politischen Leben haben, und auch - das ist sehr wichtig - dass sie sich als anerkannt wahrnehmen.

Das Wahrgenommenwerden und die Anerkennung sind für viele aber nicht gewährleistet. Das gilt nicht nur für Zugewanderte und Flüchtlinge, sondern auch für Einheimische, vor allem für viele Menschen im Osten. […] Ganz entscheidend wird es sein, eine Politik zu machen, die die Desintegration beendet, also eine Integrationspolitik auch für alle Deutschen, die das Gefühl haben, ausgeschlossen zu sein...".


Bitte weiterlesen auf: 

http://www.braunschweig-spiegel.de/index.php/sozia...


Siehe Bitte auch:
"Erwachen aus wutgetränkter Apathie", Süddeutsche Zeitung, 4.10.17:
http://www.sueddeutsche.de/politik/soziologe-zur-a...



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2 Kommentare
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 22.10.2017 | 16:35  
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 22.10.2017 | 17:43  
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