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Wandel als Schlüssel zum Erfolg

Braunschweigische Landessparkasse legt Jahresbilanz vor: 31,3 Millionen Euro Gewinn.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 09.05.2015.

Braunschweig. „Hätten wir uns nicht verändert, säßen wir heute noch im Leihhaus mit drei Mitarbeitern“, sagt Christoph Schulz, Vorstands-Chef der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK). Passend zum 250. Jubiläum kann Schulz eine glänzende Jahresbilanz vorlegen: „31,3 Millionen Euro Gewinn“. 240 000 Girokonten zählt die Bank aktuell mit einem Gesamtvolumen von mehr als 11 Milliarden Euro.

„250 Jahre erreicht man nur, wenn man Veränderungen herbeiführt oder richtig auf sie reagiert“, sagte Schulz. Das sei seinem Haus gelungen. Aktuell stehe das veränderte Kundenverhalten im Fokus, der Wandel der Kundenströme habe dazu geführt, dass das Filialnetz neu überdacht werden müsse. 12 von 103 Standorten werden geschlossen, parallel würde die dezentrale Beratung „losgelöst von den Öffnungszeiten“ ausgebaut werden.
Für finanzielle Routinegeschäfte wolle kein Kunde mehr ins Auto steigen, das müsse und könne von zu Hause oder unterwegs aus gemacht werden: „Per Telefon, Video, Chat oder auch Brief“, zählte Schulz die Erwartungshaltung seiner Kunden auf. Für wichtige Bankgeschäfte dagegen werde eine hochprofessionelle Beratung erwartet.
Das könne die BLSK bieten, deshalb sei die Schließung kleiner Filialen auch vom Kunden akzeptiert worden. „Wir müssen die Sparkasse vom Kunden aus denken“, erklärte Schulz, „der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“
Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase, unter der vor allem private, aber auch die Einlagen der Sparkasse leiden würden, konnte Schulz „einen Korb voll guter Taten“ präsentieren: Am wirtschaftlichen Erfolg der Landessparkasse seien die Gebietskörperschaften mit mehr als einer Million Euro beteiligt, allein die Stadt Braunschweig profitiere davon mit mehr als 370 000 Euro.
Daneben skizzierte Schulz eine Kette von Aktivitäten, die die Landessparkasse mit Partnern entwickelt und durchführt: Unter anderem „Jugend forscht“, „Management Information Game“, und „promotion school.“


Zahlen:

Mit einem Bedeutungsanteil von über 42 Prozent bildet die Region Braunschweig im Gesamtgeschäftsgebiet der Landessparkasse den größten Part. Von den rund 11,5 Mrd. Euro Kundenvolumen werden hier über 4,8 Mrd. Euro bewegt.
Privatkundengeschäft:
Ines Dietze zu Folge, die für das Privatkundengeschäft der Region Braunschweig verantwortlich zeichnet, betrug Ende 2014 das Kreditvolumen 1,901 Milliarden Euro gegenüber knapp 1,883 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Bestände des Passivgeschäftes (Einlagen) lagen zum Stichtag 3,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, auf über 2,16 Milliarden Euro. Das Depotvolumen wuchs von 671,5 Millionen Euro auf 688,2 Millionen Euro um 16,8 Millionen Euro. Das vermittelte Geschäft mit Bausparverträgen an die LBS blieb im Berichtszeitraum mit rund 75 Millionen Euro Bausparsumme konstant. Erfreut blickte Dietze auf die Entwicklung der Girokonten, die um mehr als 1 000 auf fast 81 500 anstieg. Die Landessparkasse hat 2014 einige Filialen in SB-Center umgewandelt, ist unverändert an 33 Standorten im Stadtgebiet vertreten.
Firmenkundengeschäft:
Dr. Ingo Lippmann skizzierte für das Kreditgeschäft in Braunschweig eine Ausweitung um rund 18 Millionen Euro. Vom Gesamtvolumen (1,9 Milliarden Euro) entfallen knapp 670 Millionen Euro auf Unternehmenskredite und über 700 Millionen Euro auf Immobiliendarlehn.
Als Finanzierungsbeispiele nannte er das Petrihaus (Braunschweiger Zeitung Verlag), das 2014 fertiggestellt wurde, die Finanzierung von Bussen für den öffentlichen Personalverkehr sowie das zusammen mit der Kreissparkasse Peine finanzierte Studentenwohnheim in der Wilhelmstraße.
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