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„Wackelkandidat“ kommt weg

Im Juli wird

Fallersleber-Tor-Brücke

abgerissen – Straße wird bis Ende 2010 gesperrt

Von Marion Korth

Braunschweig. Durchfahrt verboten – zumindestens für Straßenbahnen und Durchgangsverkehr. Die Fallersleber Straße wird Mitte Juli zur Großbaustelle, eine der wichtigsten Verkehrsadern für Monate abgeschnitten.

Auslöser für das 12,5-Millionen-Euro-Projekt ist die Fallersleber-Tor-Brücke, schon seit Jahren ein „Wackelkandidat“. Lastwagen können die Brücke nur in gebührendem Abstand überqueren, die Straßenbahnen überfahren sie besonders langsam. Die Holzpfeiler, auf denen die 1904 gebaute Brücke gegründet ist, sind morsch, können die Lasten nicht mehr tragen. Der Zustand sei so desolat, dass eine Instandsetzung nicht möglich sei, sagte Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink am Dienstag.
Ende Juli, Anfang August soll die Brücke abgerissen werden. Für Radfahrer und Fußgänger wird eine Behelfsbrücke gebaut. Doch damit nicht genug: In insgesamt fünf Bauabschnitten wird der gesamte Straßenzug vom Hagenmarkt bis hin zur Gliesmaroder Straße neu gestaltet, verbunden sind damit auch umfangreiche Gleis- und Kanalbauarbeiten. Erst Ende nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin werden Busse die Stadtbahnlinie M3 ersetzen. Zusätzlich will die Verkehrs-AG vom 12. Juli an einen Bus einsetzen, der im Rundkurs die Haltestellen Rathaus, Theaterwall, Staatstheater, Rathaus verbindet, sodass die AOK gut erreichbar bleibt.
Heinz-Georg Leuer, Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr, sagte den Anliegern zu, dass während dieser Zeit die Park- und Liefermöglichkeiten „so gut es geht“ erhalten bleiben werden. Rund 15 000 Fahrzeuge rollen tagtäglich über die Fallersleber Straße. Autofahrer werden während der Bauarbeiten in großem Abstand über den Ring umgeleitet. „Der Innenstadtverkehr wird vor allem auf die Jasperallee gehen“, sagte er.
Hinterher soll alles schöner und besser sein: Die neue Brücke, die rund drei Millionen Euro kosten wird, entsteht nach einem Entwurf des Architektur-Professors Meinhard von Gerkan, der als einer von zwei Erstplatzierten aus einem Gestaltungswettbewerb hervorgegangen war. Zugänge hinunter zur Oker, Niederflur-Haltestellen an Theaterwall und Botanischem Garten, getrennte Geh- und Radwege und eine Ausstellungsfläche vor dem Botanischen Garten sind nur einige der sichtbaren Neuerungen.
Die Umleitungsstrecken werden wir rechtzeitig vor Baubeginn in der neuen Braunschweiger bekanntgeben.
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