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„Wache für die Weststadt“

Kurt Schrader.

Feuerwehrausschuss-Vorsitzender hofft auf Gutachter-Empfehlung.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 15. Januar 2016.

Braunschweig. „Vier Mann, vier Ecken – Auto angehoben und an die Seite gehievt“, berichtet Kurt Schrader über einen Feuerwehreinsatz in der jüngsten Vergangenheit in der Pestalozzistraße. Auf beiden Seiten war die Fahrbahn so zugeparkt, dass die Feuerwehr nicht durchkam. „Keine Ausnahme“, weiß Kurt Schrader als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses. Und als ehemaliger Polizeibeamter kennt er nur zu gut die Auswirkungen besonders dramatischer Verkehrsbedingungen.

Ein neuer Brandschutzbedarfsplan soll jetzt einen Überblick über die aktuelle Lage geben. „Wir erwarten das unabhängige Gutachten noch vor der Sommerpause“, kündigt Schrader an. Dann werde man sehen, was nötig und möglich ist.
„Vor allem bei den Planungen für neue Wohngebiete erhoffe ich mir, dass die Wege für die Feuerwehr besser berücksichtigt werden können“, sagt Schrader.
Der jetzige Zustand sei gewachsen. „Die Stadt existiert ja nicht erst seit gestern“, führt er an. Noch vor einigen Jahren habe alles gut gepasst. Aber nun seien die privaten Fahrzeuge im Schnitt sehr viel größer, und auch die Feuerwehrautos der neuen Generation seien um ein Vielfaches breiter geworden.
„Theoretisch müssten wir immer auf einer Seite ein komplettes Parkverbot verhängen“, sagt Schrader. Aber er wisse nur zu gut um die Parkplatznot und auch, welche Aufregung der Anwohner dann losbrechen würde.
Deshalb sein Appell: „Bitte so parken, dass in der Mitte genügend Platz bleibt.“ Ihm sei schon klar, dass Autos, die auf den Bordstein fahren, dort auch wieder Behinderungen verursachen können, „aber der Weg für die Einsatzfahrzeuge ist eben wichtiger“, erklärt er.
Außerdem erhofft sich Schrader eine Empfehlung aus dem neuen Gutachten für eine dritte Feuerwache in der Weststadt. „Dort leben mehr als 23 000 Menschen“, erklärt er, „der Weg ist relativ weit und die Straßen besonders in den Stoßzeiten oft sehr voll“.
Für Anfang nächsten Jahres ist die Grundsteinlegung für die neue Leitstelle in Braunschweig geplant, nach der Inbetriebnahme (vermutlich 2018) soll die marode Hauptfeuerwache saniert und ausgebaut werden. Der schlechte Zustand der Gebäude hatte im vergangenen Jahr nach einem Hilferuf der Brandschützer für heftige politische Diskussionen gesorgt.
Eine mögliche zusätzliche Feuerwache in der Weststadt müsste in die Planungen zeitnah mit einfließen, erklärt Schrader. Denn ein Teil der rund 370 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr müsste dann in die Weststadt umziehen.
Auch die Müllabfuhr klagt immer wieder über Platzprobleme für die Fahrzeuge. Dazu erklärt Gerald Gaus, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Beschwerdemanagement Alba Braunschweig, auf Anfrage:
„Hierzu ist festzustellen, dass auch Fahrzeuge der kommunalen Müllabfuhr der Alba Braunschweig GmbH oftmals ähnliche Platzprobleme haben. Besonders in den Quartieren des östlichen wie auch des westlichen Ringgebietes sind die Straßen auch tagsüber häufig zugeparkt. Oft stehen dort Pkw auf nicht markierten Parkflächen sowie in Bereichen von Kurven oder Wendehämmern. Manche Straßen sind von den normalen Müllfahrzeugen gar nicht befahrbar, wie beispielsweise die Keplerstraße oder bestimmte Blockbinnenhöfe in der Innenstadt. Hier besteht die Notwendigkeit, ein spezielles kleineres zweiachsiges Müllsammelfahrzeug einzusetzen.“
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3 Kommentare
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Susanne Schmedt aus Braunschweig - Innenstadt | 16.01.2016 | 13:20  
Ingeborg Obi-Preuß aus Braunschweig - Innenstadt | 16.01.2016 | 13:46  
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Susanne Schmedt aus Braunschweig - Innenstadt | 16.01.2016 | 14:31  
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