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VW-Krise zieht weite Kreise

Braunschweig stoppt Haushalts-Planungen.

Von Andreas Konrad, 26.09.2015.

Braunschweig. Die Krise bei Volkswagen nimmt weiter an Fahrt auf und sorgt auch in Braunschweig für große Verunsicherung. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat die Haushaltsberatungen für 2016 bis auf weiteres ausgesetzt. Hintergrund sind mögliche Abweichungen von den geplanten Gewerbesteuereinnahmen. Daneben hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Vorermittlungen aufgenommen.

Gestern Nachmittag tagte der Aufsichtsrat von Volkswagen, um sich in der Krise zu beraten und auch personelle Konsequenzen zu ziehen (bei Redaktionsschluss lagen noch keine Ergebnisse vor). Es wird erwartet, dass dem Rücktritt Martin Winterkorns zugestimmt wurde. Als Nachfolger wurde häufig der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller ins Spiel gebracht. Pikant ist, dass Winterkorn offenbar Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding bleiben will, die 50,7 Prozent der Stammaktien von VW kontrolliert und damit einen starken Einfluss auf Volkswagen hat.
Unterdessen berichtete Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Bundestag, dass von den Manipulationen bei Abgasmessungen an Dieselmodellen von VW allein in Deutschland 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen seien, nach aktueller Kenntnis vor allem der 1,6- und 2-Liter-Klasse. Der Minister forderte von VW „verbindlich zu erklären, ob sich das Unternehmen in der Lage sieht, die eingestandenen technischen Manipulationen zu beheben“.
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