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Vorerst keine fliegenden Automobile

Podium mit viel Sachverstand: Dr.-Ing. Lars Schnieder (DLR), Georg Hohmann (Braunschweiger Verkehrs-AG), Henning Noske (Braunschweiger Zeitung), Julius von Ingelheim (Allianz für die Region) und Prof. Dr. Gerhard Prätorius (Volkswagen AG). Foto: Ammerpohl

Schüler, Studierende und Auszubildende beschäftigten sich mit der Zukunft der Mobilität.

Von Christoph Matthies, 27.11.2013.

Braunschweig. Wie sehen Braunschweigs Straßen im Jahr 2050 aus? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich rund vierzig junge Erwachsene in den vergangenen drei Monaten. Jetzt wurden ihre „Mobilen Ideen“ vorgestellt.

Jules Verne wird immer dann gern zitiert, wenn visionäres Denken gefragt ist. Im Kongresssaal der IHK fand der französische „Vater der Science-Fiction-Literatur“ gleich mehrfach Erwähnung. Hatte dieser doch Entwicklungen, gerade im Bereich der Fortbewegung, Jahrzehnte vor ihrer Realisierung vorhergesagt. In vier „Zukunftswerkstätten“, eingerichtet vom Verein ForschungRegion Braunschweig, in dem 27 renommierte Wissenschaftseinrichtungen versammelt sind, versuchten sich nun also 40 Schüler, Auszubildende und Studierende daran, die Zukunft einer „nachhaltigen Mobilität“ zu ergründen. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse, gesammelt etwa im „DLR School Lab“ oder im Haus der Wissenschaft, präsentierten sie am vergangenen Donnerstag.

Die Zukunft des Autos

„Was bewegt uns morgen?“ war das Projekt überschrieben, mit dem die Stadt Braunschweig vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet worden war. „Wir sind zwar eine Automobilregion, aber ob das Auto, wie wir es kennen, das Verkehrsmittel der Zukunft ist, ist eine spannende Frage“, skizzierte Professor Jürgen Hesselbach, Vorsitzender des Vereins ForschungRegion, eine interessante Facette des Themas. Und der TU-Präsident fragte nach weiteren Variablen der Welt von morgen: „Wie werden Straßen, Schienen, Wasser- und Luftfahrzeuge 2050 aussehen?“
Erste Antworten lieferte Professor Ulrich Wagner, der beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt als Vorstand für den Forschungsbereich Energie und Verkehr zuständig ist. „Der Besitz eines eigenen Autos spielt gar keine so große Rolle mehr“, stellte Wagner fest, dessen DLR in Braunschweig etwa für die Forschungskreuzung am Rebenring verantwortlich zeichnet.

„Next Generation Train“

Der Wissenschaftler gewährte Einblicke in die Zukunft der Fortbewegung, wie sie auf den Reißbrettern der Forscher gerade Wirklichkeit wird: keine fliegenden Autos, dafür eine vernetzte Mobilität. Oder der „Next Generation Train“, schneller, leichter, leiser und energieeffizienter als der ICE. Vor allem aber, vor dem Hintergrund von Energiewandel und vergänglichen Ressourcen: Das Elektroauto, das zwar längst Realität, für die meisten Verbraucher aber noch Science Fiction ist. Außer, und darauf verwies Georg Hohmann von der Braunschweiger Verkehrs AG in der anschließenden Podiumsdiskussion, für die Busfahrer der Löwenstadt, die bereits im Dezember in Elektrobussen unterwegs sein werden.
„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“, zitierte Bürgermeisterin Annegret Ihbe in ihrem Grußwort einen anderen französischen Visionär, den Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Die Zukunft der Mobilität wird in Braunschweig offensichtlich nicht dem Zufall überlassen.
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