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"Vorbildliches Verhalten"

Nordstadt: Demonstrationszug gegen rechte Gewalt verlief friedlich

Von André Pause, 20.03.2016

Braunschweig. Rund 400 Teilnehmer zählte der vom Antifaschistischen Plenum gemeinsam mit dem Offenen Antifa Treffen organisierte Demonstrationszug durch die Nordstadt am Samstagnachmittag. Das Motto der Demonstration lautete: „Kein Fußbreit der NPD/JN! Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt“.

Zuletzt war es zu einer ganzen Reihe von Fällen rechter Propaganda und Gewalt gekommen. Claudia Johnklus, Sprecherin des Antifaschistischen Plenums, erklärte: „Die Vorfälle sind nur ein paar Beispiele für Angriffe und Aktivitäten von Anhängerinnen und Anhängern des im August 2014 gegründeten „Stützpunkt Braunschweig“ der Jungen Nationaldemokraten. Die JN ist die Jugendorganisation der NPD, jener Partei, gegen die derzeit ein Verbotsverfahren läuft. Die JN tritt dabei noch aggressiver und militanter auf als die Partei selbst. Mit ihren Aktionen, Freizeitangeboten, Wanderungen, Kampfsportseminaren und politischen Schulungen richtet sich die JN gezielt an Jugendliche, die dort schon mit 14 Jahren Mitglied werden können. Regelmäßig wurden in den letzten Monaten Flugblätter und Visitenkarten der JN vor Braunschweiger Schulen verteilt.“

Auch am Vorabend der Demo wurden zwei Personen in der Nordstadt beim Verkleben von Stickern erwischt, wie Polizeisprecher Joachim Grande berichtete: „Wir haben mehrere Hundert Sticker sichergestellt, jetzt ermittelt der Staatsschutz.“ Ebenso hätten Graffiti-Schmierereien mit rechtsradikalem Hintergrund spürbar zugenommen.

Der Demonstrationszug selbst verlief ruhig. Zwei an der Strecke liegende Wohnungen von JN-Mitgliedern wurden von der Polizei abgeschirmt. Ein Aufeinandertreffen der Demonstranten mit etwa 40 Personen aus der rechten Szene führte lediglich zu verbalen Auseinandersetzungen. Polizeisprecher Joachim Grande lobte: „Die Demonstranten haben sich wirklich vorbildlich verhalten.“
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