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Von Waggum in die Welt: Dubai wartet schon

Aus dem Nebel taucht sie auf: Die Boeing 737 nimmt in Braunschweig 180 Passagiere an Bord. Dubai ist das Urlaubsziel. Foto: T.A.

Voller Einsatz der Flughafencrew und monatelange Vorbereitungen: Gestern startete der Erstflug Braunschweig-Dubai – Nächstes Ziel ist Rom.

Von Marion Korth, 18.02.2015.

Waggum. „Der Schmidt“ kann nicht nur Bus, „Der Schmidt“ kann auch Flugzeug. Wilhelm Schmidt, Chef des Wolfenbütteler Reiseunternehmens, betrat gestern mit dem Rollfeld des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg Neuland. Der Erstflug Braunschweig – Dubai wurde voller Spannung erwartet.

An- und Abflug der Boeing 737 von Air Berlin geriet zum medialen Großereignis. 180 Passagiere passen in den Bauch des Flugzeugs. Niemals seien in der Geschichte des Flughafens mehr in einer Maschine gewesen, sagt Geschäftsführer Boris Gelfert. Der Regionalflughafen ist für solche Massen nicht vorgesehen. „Deshalb wird es von hier aus auch keine Charterflüge nach Mallorca geben“, betont er. Nicht einmal ein automatisches Gepäckband gehört zur Ausstattung. Dafür stehen sechs menschliche Gepäckträger bereit, die gesamte Flughafenmannschaft, um die 25 Männer und Frauen, ist an diesem besonderen Tag am Start. Mehr als ein Jahr an Vorbereitungszeit ist vergangen, um die logistischen Voraussetzungen zu schaffen. Air Berlin kam nicht nur mit der Boeing aus Köln, sondern stellte auch die Check-in-Technik inklusive Personal zur Verfügung. In der Eingangshalle des Flughafengebäudes drangvolle Enge, an den Sicherheitsmaßnahmen wird nicht gespart, es wird gescannt, gecheckt, geprüft.

Am Rand spielen sich kleine Dramen ab: Ein Mann hat nur einen provisorischen Personalausweis dabei – er wird zu Hause bleiben müssen.
Am Rollfeld steht nicht nur die Hightech-Feuerwehr bereit, sondern auch ein speziell für Fluggesellschaften tätiges Cateringunternehmen. Das Fahrzeug wurde in Hannover mit Speis und Trank beladen, seine Türen verplombt. Um Sprit auf dem Leerflug von Köln nach Braunschweig zu sparen, hat der Flieger auch kein Trinkwasser an Bord und nur den notwendigsten Treibstoff. Bevor er nach Dubai – mit Zwischenstopp in Bukarest – abheben wird, muss jetzt erst einmal getankt werden.

„Fliegen ist nicht billig“, sagt Schmidt-Prokurist Philipp Cantauw, „auch wenn die Leute das 49-Euro-Ticket für Mallorca im Kopf haben.“ Die drei Exklusiv-Flüge, die das Reisebüro veranstaltet, konnten nur in Zusammenarbeit mit einem weiteren regionalen Partner bezahlbar gemacht werden. Auf dem Rückflug von Dubai wird das Flugzeug in der Rotation eine andere Reisegruppe nach Erfurt bringen.

Bis auf wenige Restkarten sind auch die beiden folgenden Flüge am 24. Februar und 3. März ausgebucht. Für November will Schmidt eine neue Exklusiv-Reise auflegen. „Dann fliegen wir von Braunschweig nach Rom“, sagt Wilhelm Schmidt. Er verabschiedet er sich von seinem Prokuristen: „Der Glückliche darf mitfliegen.“
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