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Vogelpest: Zweiter Fall

Peine, 26.11.2016.

Im Landkreis Peine gibt es einen zweiten Fall von Geflügelpest.

Am Handorfer See wurde Mitte der Woche ein toter Höckerschwan gefunden, der inzwischen vom Friedrich-Löffler-Institut als positiv getestet wurde. Bereits in der vergangenen Woche hatten Spaziergänger am Eixer See eine mit dem H5N8-Virus infizierte Reiherente entdeckt.

Das Sperrgebiet wurde deshalb ausgeweitet. Alle Geflügelhalter sind aufgefordert ihren Bestand dem Kreis-Veterninär-Fachdienst zu melden. Hunde und Katzen sollten nicht frei herumlaufen.

Im Sperrbezirk wird gehaltenes Geflügel klinisch auf Anzeichen der Geflügelpest untersucht, teilweise beprobt und unterliegt bestimmten Restriktionen. So dürfen im Sperrbezirk gehaltene Vögel, von diesen oder erlegtem Federwild stammendes Fleisch und Erzeugnisse sowie Bruteier für 21 Tage nach Festlegung des Sperrbezirkes nicht aus einem Bestand verbracht werden.

Die Tierhalter müssen sicherstellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Geflügelställe Matten oder Wannen mit Desinfektionsmittel angebracht werden und vor jedem Betreten und Verlassen benutzt werden. Betriebsfremde Personen dürfen die Geflügelställe nicht betreten.

Im Beobachtungsgebiet dürfen für die Dauer von 15 Tagen gehaltene Vögel nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden.

Lage der neuen Restriktionsbezirke

Bisher befanden sich im Sperrgebiet um den Eixer See die Ortschaften Eixe, Röhrse, Wendesse und die Teile von Stederdorf und Peine, die östlich der 444 liegen.
Im Beobachtungsgebiet um Eixe befinden sich die Ortschaften Wehnser Horst, Wehnsen, Eddesse, Alvesse, Ankensen, Vogtholz, Blumenhagen, Klein- Blumenhagen, Mödesse, Edemissen, Berkhöpen, Oedesse, Klein-Oedesse, Oelheim, Schwicheldt, Mehrum, Equord, Klein Solschen, Groß Solschen, Groß Bülten, Bülten, Ölsburg und Groß Ilsede.

Durch den neu aufgetretenen Wildvogel-Geflügelpestfall in Handorf kommen zusätzlich folgende Ortschaften in das neue Sperrgebiet um Handorf:
Peiner Horst und Peiner Südstadt westlich der Braunschweiger Straße, Berkum, Schwicheldt, Rosenthal, Handorf, Klein Ilsede, Bülten, Groß Bülten, Ölsburg und Groß Ilsede.

Im Handorfer Beobachtungsgebiet liegt nun die gesamte Kernstadt Peine, Oelerse, Klein Oedesse, Wendesse, Röhrse, Eixe, Stederdorf, Mödesse, Duttenstedt, Meerdorf, Essinghausen, Vöhrum, Mehrum, Rötzum, Equord, Hofschwicheldt, Harber, Hohenhameln, Stedum, Groß- und Klein Solschen, Bierbergen, Adenstedt, Dungelbeck, Woltorf, Fürstenau, Sierße, Schmedenstedt, Bettmar, Münstedt, Bierbergen, Oberg, Gadenstedt, Groß Lafferde und Klein Lafferde.
In beiden Sperrbezirken zusammen sind rund 140 Betriebe mit über 3.000 Tieren, in den Beobachtungszonen etwa 470 Tierhaltungen mehr als 150.000 Stück Geflügel registriert.

Für Gebiete, die in unterschiedlichen Restriktionszonen der beiden Ausbruchsgebiete Handorf und Eixe liegen, gelten die jeweils  strengeren Schutzmaßnahmen.

Auch der Landkreis Hildesheim ist mit den Ortschaften Oedelum, Mölme, Hoheneggelsen und Steinbrück betroffen. In diesem Gebiet sind zusätzlich zu dem bereits auch in Hildesheim landkreisweit verfügten Aufstallungsgebot die rechtlichen Vorgaben der Geflügelpestverordnung zu beachten.
Untersuchungen laufen bereits
Unsere Tierärztinnen suchen zurzeit die im Sperrgebiet gelegenen gewerblichen Geflügelhalter auf und untersuchen deren Vögel klinisch auf Anzeichen der Geflügelpest.

Das intensivierte Wildvogel-Monitoring läuft weiter. Dank der vielen Hinweise aus der Bevölkerung werden laufend tote Wasser-, Wat- oder Greifvögel eingesammelt und zur Untersuchung geschickt. Vögel nicht empfänglicher Arten, wie Singvögel oder einzelne Tauben können allerdings einfach spatentief vergraben werden.
Verhalten in Sperr- und Beobachtungsgebieten
Geflügelhalter im Kreisgebiet Peine, die ihre Haltung noch nicht beim Kreis-Veterinär-Fachdienst angezeigt haben, sind aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen.

Halter von bereits angezeigten Beständen werden darüber hinaus gebeten, die gehaltene Anzahl der Tiere zu aktualisieren, falls erforderlich.
Ebenso werden die Tierhalter darauf hingewiesen, dass Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen, von toten Vögeln ferngehalten werden und vor allem in Ufernähe das Virus nicht über Vogelkot an den Pfoten weitertragen.
Wer verendete Wasser-, Wat- oder Greifvögel findet, sollte den Fund unbedingt beim Fachdienst Veterinärwesen unter der Bürgertelefon-Rufnummer 05171 401-7777 melden. Eine Gefahr für den Menschen besteht nach bisheriger Kenntnis nicht.

Alle Informationen zu den Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten, den dort geltenden Beschränkungen sowie weitere aktuelle Hinweise gibt es auch unter www.landkreis-peine.de
Das Bürgertelefon bleibt auch weiterhin von montags bis freitags, jeweils von 10 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0 51 71/ 401-7777 geschaltet.
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