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Viertel zeigt seine kreative Seite

Kulturschaufenster soll neuen Blick auf Braunschweigs Westen öffnen – Noch Helfer gesucht

Von Marion Korth

Braunschweig. Wären sie nicht schon Fans des Westlichen Ringgebietes, dann würden sie es jetzt werden. Markus Wiener, Michael Lehmann, Dietlinde Schulze und Ghita Cleri organisieren das erste Kulturschaufenster. Am Anfang stand nur die Idee, mittlerweile das Programm für ein dreitägiges Festival vom 11. bis 13. September.

Die kreative Welle, die da ins Rollen gekommen ist, hat das Organisationsteam selbst überrascht. „Man wirft einen Stein ins Wasser und es werden immer mehr Kreise“, beschreibt Ghita Cleri die Entwicklung des Projekts. Schon zum ersten Treffen seien an die 30 Leute gekommen – Musiker, Künstler, Menschen, die im Westlichen Ringgebiet wohnen und arbeiten. Das Programm habe sich mehr und mehr gefüllt. „Wir haben jetzt einfach aufgehört“, sagt Lehmann.
Das Programmheft, das dieser Tage im Druck ist, hat 48 Seiten, das langt. Inhaltlich werde das gesamte Spektrum abgedeckt: Tanz, Kleinkunst, Bildende Kunst, Musik, Theater. „Das Kulturpicknick am Sonnabend wird richtig mulit-kulti“, verspricht Ghita Cleri.
Als sie ganz frisch nach Braunschweig gezogen war, hat es sie überrascht, wie verrufen das Viertel bei manchen ist. Sie selbst liebt es, schaut vom Balkon ihrer Altbauwohnung in einen grünen Hinterhof, Stadtidylle pur. Aber es gibt auch eine andere Seite. „Hier ist einiges los, jeden Abend Polizei. Das westliche Ringgebiet hat Ecken und Kanten, aber das macht es aus“, sagt Markus Wiener. Er kennt den Westen von klein auf, seine Großeltern lebten dort. Er mag das „Lebendige und Pulsierende“ dieses Stadtteils. Das kreative Potenzial, das sonst eher im Verborgenen wirkt, hatten die Kulturschaufenster-Initiatoren bündeln wollen. Drei Tage lang will sich das Westliche Ringgebiet rund um den Frankfurter Platz nun von seiner besten, der kreativen und weltoffenen Seite zeigen.
Von überallher gebe es Unterstützung. „Ich komme gerade von Anti Rost, die denken da schon viel weiter, wollen die Kooperation fortführen, habe ihre Räume angeboten, wenn wir einmal etwas vorhaben“, sagt Lehmann. Es sei einfach hilfreich, wenn man weiß, wer zum Beispiel ein Starkstromkabel verleihen kann. Und Ghita Cleri hat im Laufe der Vorbereitung erst die Frau in der Wohnung über ihr kennengelernt – eine ambitionierte Jazzmusikerin. Auch die vier „Chef-Organisatoren“ haben sich erst über die gemeinsame Arbeit zusammengefunden.
„Leidenschaft, Herzblut und ehrenamtliches Engagement“ haben alle möglichen Beteiligten eingebracht, aber es gibt auch Sponsoren, die das Projekt unterstützen: darunter die Braunschweigische Landessparkasse, das Bundesfamilienministerium, die Stadt und ortsansässige Firmen und Geschäftsleute. Die evangelischen Kirchen im Gebiet haben die Trägerschaft für das Festival übernommen. Das einzige, was noch fehlt, sind „Mädchen-für alles-Leute“, die ehrenamtlich während des Festivals zupacken. Wer sich dafür melden möchte, kann per Mail Kontakt über info@kultuschaufenster-bs.de oder unter Telefon 1 22 87 99 aufnehmen.
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