Anzeige

Verwaltung ist für Volkmarode

Vierte IGS: Am 29. Januar fällt Entscheidung über Standort

Von Marion Korth

Braunschweig. Die Verwaltung hat sich klar für Volkmarode als Standort für die vierte Integrierte Gesamtschule (IGS) in der Stadt – und damit gegen den Heidberg – ausgesprochen.

Diesen Vorschlag hat die Verwaltung gestern den Ratsgremien vorgelegt, die abschließende Entscheidung soll in einer Sondersitzung des Rates am 29. Januar fallen. Die Kosten für Umbau und Sanierung, um die IGS wie gesetzlich gefordert fünfzügig einrichten zu können, werden mit 17,5 Millionen Euro beziffert. Dazu gehöre auch der Bau einer Einfeldsporthalle. Weitere Konsequenz der Planungen: Die Hauptschule und die Realschule am Schulzentrum Volkmarode laufen ab dem kommenden Schuljahr jahrgangsweise aus.
Dies sei in Volkmarode am ehesten zu vertreten, da die Realschule in Volkmarode die kleinste im Stadtgebiet und die Hauptschule die viertkleinste sei, hatte Schuldezernent Wolfgang Laczny ausgeführt. Die Schülerzahlen seien rückläufig.
Während Schulvorstand, Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter der Hauptschule es begrüßt hätten, dass an ihrem Standort die vierte IGS entstehen soll, möchte der Schulvorstand der Realschule die Volkmaroder Schule erhalten.

Stadteltern- und Stadtschülerrat haben für ihre gemeinsame Sitzung am morgigen Montag um 19 Uhr im Martino-Katharineum eine Stellungnahme zu dem Verwaltungsvorschlag angekündigt.
Aufgrund der gesetzlichen Größenvorgaben für eine neue IGS hatte die Verwaltung einen Bedarf von 39 Unterrichtsräumen sowie mindestens 20 Fachräumen errechnet. Von vornherein waren Volkmarode und Heidberg in die engere Wahl gekommen, weil die notwendige Erweiterung an diesen beiden Standorten die geringsten Kosten verursacht hätten (Heidberg 14,65 Mio. Euro, Volkmarode 17,5 Mio. Euro).
In die kompakte Bauweise des Schulzentrums Volkmarode würden sich die zusätzlich benötigten räume gut einpassen. „Das passt hervorragend zum pädagogischen Konzept einer Gesamtschule“, sagte Schuldezernent Wolfgang Laczny. Wichtigstes Argument gegen den Schulstandort Heidberg sei aber dessen große Beliebtheit der Haupt- und Realschule. Es handele sich um die zweitgrößte Hauptschule und die größte Realschule im Stadtgebiet. Die Schülerzahlen sind beständig auf hohem Niveau. Der Rat habe bei seinem Auftrag an die Verwaltung aber festgelegt, dass Standorte mit rückläufiger Schülerzahl stärker berücksichtigt werden sollten. Laczny: „Vor diesem Hintergrund halte ich es nicht für vertretbar, die Realschule und die Hauptschule Heidberg aufzulösen. Das wäre ein zu schwerwiegender Eingriff.“ Diese Ansicht würden auch der Stadtbezirksrat Heidberg-Melverode sowie die Schulen selbst vertreten.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.