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Verständnis und Respekt

Gestern Abend in der Dornse: Hayri Aydin, Vorsitzender des Rates der Muslime in Braunschweig, Ministerpräsident Stephan Weil, Mehmet Günay, Generalkonsul der Republik Türkei in Hannover und Oberbürgermeister Ulrich Markurth. (Foto: Foto: Thomas Ammerpohl)

Der Deutschsprachige Muslimkreis Braunschweig hatte gestern zum Fastenbrechen eingeladen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23. Juli 2014.
Braunschweig. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Stadt zu gestalten“, sagte Ulrich Markurth gestern erstmals als Oberbürgermeister beim Fastenbrechen in der Dornse.
„Mehr als 150 Nationalitäten leben in Braunschweig“, sagte Markurth, die meisten würden das Miteinander über die Unterschiede stellen. „Nur so geht es“, sagte der Oberbürgermeister. „Das Fastenbrechen gehört in Braunschweig inzwischen in den Veranstaltungskalender – ganz selbstverständlich. Darauf können wir stolz sein“, betonte Markurth.
Auch Ministerpräsident Stephan Weil sprach von einem interkulturellen Dialog, der in Braunschweig besonders gut gepflegt werde. „Das hat sich herumgesprochen“, sagte er und deshalb sei er gekommen, um sich selber ein Bild zu machen.
Deutschland und Niedersachsen hätten sich gewandelt, „es ist noch nicht so lange her, dass es verdachtsunabhängige Polizeikontrollen vor Moscheen gab“, führte er aus. Diese Zeiten seien vorbei. Auch mit einem Staatsvertrag mit den muslimischen Verbänden gehe es „zügig voran.“
Weil erzählte von einem für ihn beeindruckenden Besuch vor wenigen Monaten in der zentralanatolischen Stadt Konja.
Aber er sprach auch von seinen jüngsten Reisen nach Israel und Palästina, vom „Irrsinn der Gewalt“, der die Region wieder erschüttere, und er erinnerte an die „offene Wunde“, die der in München andauernde Prozess gegen Mitglieder der rechtsextremen terroristischen Vereinigung NSU darstelle. „Das muss uns in Deutschland tief beschämen“, sagte er. Umso dankbarer sei er für den interreligiösen Dialog zwischen jüdischen, islamischen und christlichen Gemeinden, der in Niedersachsen in einer einmaligen Zusammenarbeit stattfinde.
Auch Hayri Aydin, Vorsitzender des Rates der Muslime in Braunschweig, appellierte an Gastfreundschaft und Respekt unter den Menschen, „egal welchen Glaubens.“ Für die gute Zusammenarbeit in Braunschweig dankte der dem bisherigen Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und besonders dem gerade in den Ruhestand verabschiedeten Domprediger Joachim Hempel.
Auch Generalkonsul Mehmet Günay legte in seinem Grußwort den Schwerpunkt auf Verständnis und Respekt. Die Islamwissenschaftlerin Dr. Kathrin Klausing spürte in ihrem Vortrag dem eigentlichen Sinn des Ramadan nach.
Pünktlich dann der Gebetsruf zum gemeinsamen Fastenbrechen – Eröffnung des Buffets.
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