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Und viel freundliches Schwarz

Edel und doch einladend: Stadthalle wurde in nur 100 Tagen umfangreich umgestaltet

Von Marion Korth

Braunschweig. Man sieht es und fühlt es: Heller, feundlicher, einfach einladender zeigt sich das Foyer der Stadthalle nach dem Umbau. In den engen Terminplan wurden 100 Tage fürs Facelifting eingeschoben. Aber nicht nur in die Schönheit wurde investiert, auch in die Technik.

2,5 Millionen Euro 2008 und jetzt weitere fünf Millionen Euro hat der Umbau gekostet. „Die Stadthalle soll auf Dauer wettbewerbsfähig sein“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Winter. Sein erster Eindruck: „Hier ist sehr viel Modernes eingezogen.“
An diesem Wochenende konnten die ersten 15 000 Besucher selbst sehen, wie sich die 44 Jahre alte Stadthalle gewandelt hat. Viel Holz, jetzt als dreifarbige Decken- und zum Teil auch Wandverkleidung in Stabform, bestimmt noch immer das Bild. „Es sollte frischer aussehen, das war unser Auftrag“, sagte Architekt Gerd Lindemann. „Wir haben uns für die frische Wandfarbe Schwarz entschieden. Aber ein helles Schwarz“, sagte er mit einem Lächeln. Es ist das Licht, das eine neue, eher barähnliche Atmosphäre zaubert und dafür sorgt, dass das Schwarz nicht abweisend aussieht.
Außerdem wurde kräftig entrümpelt: Schaukästen wurden entfernt, die großen Garderobenbereiche in den Hintergrund verschoben. „Vor 15 Jahren war die letzte größere Sanierung, die Eingangsbereiche hatten gewaltig Staub angesetzt“, meinte Geschäftsführer Uwe Birker. Und: „Ich freue mich über die gelungene Aufwertung.“
In den Sälen wurde weniger umgebaut als in die inneren Werte investiert. „Wir haben jetzt weniger Lampen, aber mehr Licht“, sagte er. Mehr als 1000 stromfressende Glühbirnen wurden ganz entfernt, andere durch sparsamere LED-Leuchten ersetzt. Eine neue digitale Tonanlage mit 32-Kanal-Mischpult sorgt für mehr Klangqualität, dazu kommen Scheinwerfer für spezielle Lichteffekte. Beamer können das Bühnengeschehen auf zwei große Leinwände projizieren, außerdem wurden zehn, zum Teil mobil einsetzbare Großbild-Monitore angeschafft. Neu ist auch die Bestuhlung. Dickere Polster und ein kleiner Bildschirm im Rücken, auf den die Platz-Nummerierung oder auch ein Sponsoren-Logo eingespielt werden können, sind die Besonderheiten.
„Wir sparen nicht, wo es um Zukunftschancen geht“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. Trotz der schwierigen Haushaltslage seien deshalb 7,5 Millionen Euro investiert worden. Rund drei Viertel des Auftragsvolumens seien an Firmen in der Region gegangen. „Wir wollen ein bedeutender Kongress- und Tagungsort sein“, sagte Hoffmann.
Da passte es gut, dass Birker für 2010 schon 50 gebuchte Kongresstage und damit verbunden rund 10 000 Übernachtungen der Tagungsgäste melden konnte. Auch der größte deutsche Brandschutz-Kongress soll in der Stadthalle stattfinden.
Kein Problem: Ob Stabverkleidung oder neue Elektroinstallation – überall sei den strengen Brandschutzauflagen Rechnung getragen worden…
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