Anzeige

Ulrich Markurth: "Ich fühle Ohnmacht, Wut und Trauer"

Oberbürgermeister Ulrich Markurth ist entsetzt über die Terrordrohung in seiner Stadt. (Foto: Susanne Hübner)

"Das Gute am Schlechten ist, dass es nicht wirklich zu einem Anschlag kam, dass niemand verletzt wurde", sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth heute am frühen Abend in der Stadthalle.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 15. Februar 2015
"Heute Morgen hatte ich Tränen in den Augen", sagte ein noch immer zutiefst betroffener Oberbürgermeister.
"Ich bin nicht verkleidet", sagte er, lediglich seine Karnevalsorden hatte er um den Hals gelegt und die Narrenkappe aufgesetzt. Ansonsten war ihm das Feiern gründlich vergangen. "Ich noch nicht mal rasiert", fügte er gequält lächelnd an, "dazu bin ich heute noch nicht gekommen."
An der Terrorwarnung in "seiner" Stadt hat der Mann ganz offensichtlich schwer zu tragen. Die Entscheidung zur Absage des Schoduvels am Morgen habe nur wenige Minuten gedauert, erklärte er, "der Polizeipräsident hat uns die Bedrohlichkeit und den Ernst der Lage so klar vor Augen geführt, dass es keine Alternative gab."
Jetzt müssten alle Braunschweiger darauf bedacht sein, "dass wir uns wegen einiger Idioten nicht alles kaputt machen, was wir uns aufgebaut haben", sagte er besorgt über mögliche fremdenfeindliche Reaktionen.

Alle Artikel zum Thema unter Terror in Braunschweig
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.