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Überleben im Onlinehandel

Begrüßung im Haus der Wissenschaft (von links): Jan Tangerding (AAI), Dr. Karen Minna Oltersdorf (Haus der Wissenschaft), Volkmar von Carolath (AAI) und Gerold Leppa (Wirtschaftsdezernent). (Foto: Thomas Ammerpohl)
 

Arbeitsausschuss Innenstadt gibt Impulse.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 17.09.2014.

Braunschweig. Es ist, wie es ist: Der Onlinehandel blüht und gedeiht. Aber – es gibt Gegenmittel für den stationären Handel.

Der Arbeitsausschuss Innenstadt (AAI) macht den Händlern Mut. „Stecken Sie bitte den Kopf nicht in den Sand“, munterte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa die AAI-Mitglieder beim Treffen am Montagabend im Haus der Wissenschaft auf. „Arbeiten sie mit den Möglichkeiten, die Online bietet“, empfahl er.

Zuvor hatte Vorstandsvorsitzender Volkmar von Carolath die rund 100 Gäste beim Informationsabend 2014 begrüßt. „Gemeinsam mit Ihnen möchten wir über aktuelle Entwicklungen in unserer Stadt diskutieren und mögliche Ansätze für einen konstruktiven Umgang mit gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen finden“, sagte von Carolath.

Zalando, Amazon und Co. sind eine große Konkurrenz für den innerstädtischen Handel, machte Gerold Leppa deutlich. Auch er habe keine Patentrezepte, aber er könne Impulse geben, sagte Leppa. „Sie brauchen einen Showroom im Netz.“
Zwei Käufertypen stellte Leppa vor: Den Impulskäufer, der durch die Stadt bummelt und sich spontan für Angebote entscheidet. „Um den wird sich bereits sehr gut gekümmert“, betonte Leppa. Die Stadt, der AAI und das Stadtmarketing hätten hier ganze Arbeit geleistet, es gebe viele Aktionen, Braunschweig ist eine beliebte Einkaufsstadt.

Aber – der zweite Käufertyp, der bereite den Händlern Sorgen: der Bedarfskäufer. „Der sucht etwas Bestimmtes, informiert sich im Internet, gibt vielleicht eine bestimmte Marke bei Google ein“, erklärte der Wirtschaftsdezernent.

Und hier liege die Chance für den stationären Einzelhandel. „Bei Google müssen Braunschweiger Geschäfte erscheinen“, betonte er. „Wenn bei der Produktrecherche im Netz Ihr Geschäft auftaucht, dann erhöhen Sie die Chancen, dass der Kunde zu Ihnen kommt“, appellierte Leppa an die Einzelhändler, sich online gut zu positionieren. Es sei ihm klar, dass es für manche Händler gar nicht so einfach sei, einen guten Onlineauftritt zu realisieren, aber der AAI helfe seinen Mitgliedern hier sehr gern. „Außerdem gilt für Online das Gleiche wie für Ihr Geschäft. Sie haben Strategien, mit denen Sie Kunden in ihren Laden locken: offene Türen beispielsweise, ein einladendes Angebot, freundliche Verkäufer“, zählte Leppa auf. Ähnliches gelte auch online. „Sie müssen sich und Ihr Geschäft emotional darstellen“, empfahl er.

„Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“, machte auch AAI-Vorsitzender Volkmar von Carolath die Herausforderung deutlich.
Von Carolath sagte, dass eine längst überfällige Diskussion über Zalando, Amazon und Co. inzwischen in der Politik und der Gesellschaft angekommen sei. So sei der Onlinehändler Zalando einer der größten Subventionsempfänger im deutschen Einzelhandel. „Bund und Länder bewilligten dem Börsenkandidaten in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 35 Millionen Euro“, prangerte von Carolath an.

Das Argument „Arbeitsplätze sichern“ würde nicht wirklich greifen, denn im Handel in den Innenstädten stünden dafür Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Mit den politisch Verantwortlichen in Braunschweig sei der AAI in einem „konstruktiven Dialog“ über die Zukunft der Innenstadt. „Und ich bin da sehr zuversichtlich“, fügte er an.

Das Thema Parkplätze lag ihm noch besonders am Herzen. Nach dem Brand in der Magni-Tiefgarage, sei es jetzt wichtig darzustellen, dass genügend Ersatzparkflächen zur Verfügung stünden. Gerade mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft sei es wichtig, diese Informationen auch nach außen zu tragen, sagte von Carolath.


In eigener Sache:

Die Zahlen, die der AAI zum Onlinehandel vorgestellt hat, sind nicht neu und auch nicht wirklich eine Überraschung. Online boomt. Berichtet wurde auch von einer Innenstadt, in der die Händler ihre Schaufensterscheiben schwarz überklebten, mit dem Hinweis: So sieht Ihre Innenstadt aus, wenn Sie online kaufen.
Von solchen Aktionen rät der AAI glücklicherweise ab. Denn drohen und jammern hat bekanntermaßen noch nie geholfen. Der AAI empfiehlt: Mitmachen, Chancen nutzen, online präsent sein.
Da haben wir eine Möglichkeit für Sie: unser Mitmachportal www.unser38.de . Hier schreiben Menschen aus der Region über und für unsere Region. Jeder kann Inhalte mitgestalten und über Themen diskutieren. Unser38 ist damit die ideale Plattform für alle Vereine, Verbände, Institutionen. Und für jeden von uns. Außerdem stellen wir als nB unsere redaktionellen Inhalte ein.
Damit ist das Portal eine hochattraktive Plattform für die Region 38. Und bietet sich damit auch ideal für den Onlineauftritt an. Händler können beispielsweise ihr Unternehmen unter der Rubrik „Markplatz“ vorstellen. Wir wachsen ständig, zurzeit zählen wir bereits mehr als 30 000 Visits im Monat. Und täglich werden es mehr. Besuchen Sie uns auf www.unser38.de. Ich freue mich auf Sie. Ihre Ingeborg Obi-Preuß
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