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Übergangslösung: Bänke an Bussteigen des ZOB

Nach der Sommerpause soll das Fernbuskonzept vorgestellt werden.

Von Martina Jurk
Braunschweig, 22.07.2015. Rat der Stadt, Verwaltung und Bürger sind sich einig: Für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) besteht Handlungsbedarf. Im Oktober 2014 hat der Rat einstimmig beschlossen, ein Fernbuskonzept zu erstellen. Sowohl die bauliche Aufwertung des ZOB als auch die Zusammenarbeit mit den Fernbusbetreibern seien notwendig. Die CDU fragte in der gestrigen Ratssitzung nach, wann mit der Vorstellung der Ergebnisse des Konzepts zu rechnen ist.

„Das Konzept wird im Detail nach der Sommerpause vorgestellt, das heißt dem Stadtbezirksrat und dem Planungs- und Umweltausschuss“, sagte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Abzusehen sei, dass ein neuer Fernbusbahnhof nur realisiert werden könne, wenn die Stadt Teile der Finanzierung übernehmen würde. Die Investitionskosten seien derzeit noch nicht absehbar.

Bis es mit einer baulichen Umgestaltung soweit ist, sollen laut Leuer Übergangslösungen geschaffen werden. Die Verwaltung will in den nächsten Wochen Bänke auf den Bussteigen aufstellen. Für einen Wetterschutz seien die Bussteige allerdings zu schmal. Mit geringem Aufwand sei eine Übergangslösung dafür nicht möglich.
Auch das Toilettenproblem sei nicht so einfach zu lösen. Die vorhandenen Toiletten am Fernbusbahnhof seien nicht vandalismussicher und müssten dauerhaft personell betreut werden. Toiletten und sonstige Infrastruktur wie Kiosk oder Gastronomie gäbe es im benachbarten Hauptbahnhof. Für Planung und Bau eines Fernbusbahnhofs prognostizierte der Stadtbaurat zwei Jahre. Derzeit stünden im Haushaltsplan keine Mittel dafür zur Verfügung.

CDU-Ratsherr Reinhard Manlik sieht einen Imageschaden, wenn die Planung für den Bahnhof zwei Jahre dauern soll „und die Leute derweil mit ein paar Bänken abgespeist werden“.
Für Karl-Heinz Kubitza von den Grünen findet ein Verdrängungswettbewerb statt. Er befürchtet, dass am Ende „halbleere Züge neben halbleeren Bussen fahren“. Dass die Stadt sich an der Finanzierung beteiligen solle, könne er nicht befürworten.
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