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Touristik geht doch am „Forschungsflughafen“….

Auf Berichte über einen Touristikflug vom Flughafen Braunschweig – Wolfsburg nach Dubai erklärt die BIBS-Bezirksrätin Tatjana Jenzen: „Entgegen aller anderslautenden Bekenntnisse sind Touristikflüge hier doch in einem größeren Rahmen möglich.

Immer wieder wurde uns erklärt: ‚Touristik, das können und wollen wir auch nicht‘ – aber sieht man die aktuelle Entwicklung mit der Ankündigung von Reisunternehmen, in Zukunft öfter vom Braunschweiger Flughafen aus touristische Ziele ansteuern zu wollen, dann merkt man schon, wohin die Reise gehen soll. Zudem schließt der Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Flughafens Touristik auch gar nicht definitiv aus, sondern ermöglicht rund 300 Flugbewegungen und 45.000 Passagiere pro Jahr!“, so Tatjana Jenzen, die im Bezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach sitzt.

Zur Erläuterung: Der Ausbau des Flughafens sollte durch viele Millionenfördergelder von EU, Land und Bund finanziert werden. Die Fördergelder der EU gab es nicht, und der Ausbau des Flughafens in Höhe von fast 40 Millionen Euro musste somit vorrangig mit regionalen Steuergeldern bezahlt werden. Im Zeitraum von August 2011 bis zur offiziellen Inbetriebnahme am 18.10.2012 wurde die verlängerte Start- und Landebahn nur für 28 Starts und Landungen in 19 Monaten benutzt. Immer wieder wurde betont, am Flughafen solle keine Ausweitung der Touristikflüge erfolgen.

Der Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahre 2007 (Pfb 2007) gibt dagegen lediglich vor:
„2.4.1.1
Die Planfeststellungsbehörde behält sich vor,
a) bei Überschreiten einer Zahl von mehr als drei vom und zum Verkehrsflughafen Braun-schweig-Wolfsburg erfolgenden Linien- oder Touristikflügen pro Woche von dem Maßnahmeträger die Vorlage von auf der Basis der dann maßgeblichen Gesamtzahl an Flugbewegungen zu erstellenden physikalischen Flug- und Bodenlärmgutachten zu verlangen,
b) von dem Maßnahmeträger nach Vorlage der unter Ziff. 2.4.1.1 Buchst. a) genannten Gutachten erforderlichenfalls die Vorlage eines Lärmmedizinischen Gutachtens zu verlangen
c) von dem Maßnahmeträger die auf der Grundlage des unter Ziff. 2.4.1.1 Buchstabe b) ge-nannten Gutachtens, zur Vermeidung nachteiliger Wirkungen auf die Rechte anderer, die
erforderlichen Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes einschließlich etwaiger notwendig werdender Entschädigungszahlungen zu verlangen.“ (Pfb 2007, Seite 16)

„Fazit: Sollte das damit auf Seite 46 errechnete jährliche Touristikflugaufkommen mit 45.000 Passagieren überschritten werden, muss die Flughafengesellschaft, wenn es die Planfeststellungsbehörde denn überhaupt noch will, lediglich ein Flug- und Bodenlärmgutachten in Auftrag geben!“, so Tatjana Jenzen abschließend.
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