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Todesursache gibt weiter Rätsel auf

Kleiner Junge aus Asylbewerberunterkunft gestorben – Kein Anhaltspunkt für Fremdverschulden

Von Marion Korth

Braunschweig. Der rätselhafte Tod eines zweieinhalbjährigen Jungen aus der Asylbewerberunterkunft an der Boeselagerstraße beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaft. Gerüchte, dass der Junge aus Armenien an einer Lebensmittelvergiftung gestorben ist, hatten die Runde gemacht und die Ermittlungen in Gang gebracht. Die nB hatte durch einen Anruf in der Redaktion von dem Tod des Jungen erfahren.

„Die Obduktion hat aber keinen einzigen Anhaltspunkt auf ein Fremdverschulden ergeben“, sagte Staatsanwalt Joachim Geyer auf Anfrage. Unter anderem war der Mageninhalt des Jungen untersucht worden. Aber es sei kein Gift gefunden worden. „Auch sonst nichts Auffälliges, der Junge war in Ordnung“, sagte Geyer. „Wir kennen nicht die Ursache, warum er gestorben ist.“ Derzeit würden abrundende toxikologische Untersuchungen laufen, deren Ergebnisse noch ausstehen.
Der Junge sei, so Polizeipressesprecher Wolfgang Klages, am 28. August aus ungeklärter Ursache zusammengebrochen. Die Rettungskräfte seien um 15.38 Uhr eingetroffen, fünf Stunden später, um 20.44 Uhr war der Junge auf der Kinderintensivstation des Städtischen Klinikums gestorben.
Die Geschwister des Kindes hätten an dem Tag übrigens das Gleiche gegessen, niemand sei krank geworden, sagte Klages. Laut Obduktionsbericht sei der Junge möglicherweise an einer Virusinfektion gestorben. Die Gerüchte um eine mögliche Lebensmittelvergiftung hatten durch die Vorgeschichte wahrscheinlich zusätzliche Nahrung erhalten.
„Der Junge ist eine Woche vorher, am 22. August, schon einmal nach dem Essen in die Klinik gekommen. Er hatte zweimal erbrochen, ist aber ohne Krankheitsbefund entlassen worden“, berichtete Klages.
Die Familie aus Armenien mit insgesamt sieben Kindern war erst am 11. August nach Braunschweig gekommen.
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