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„Tierisch gute Dienststelle“

Reiterstaffel der Polizei feiert 100-jähriges Bestehen – Tag der offenen Tür am 5. Mai.

Von Martina Jurk, 02.05.2012.

Braunschweig. Seit 100 Jahren gehört eine Reiterstaffel zur Braunschweiger Polizei. Das ist Anlass, „Ross und Reiter“ zu feiern und bei einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vorzustellen. Längst leisten nicht nur Pferde, sondern auch Hunde Polizeidienst.

„Die Vierbeiner sind Sympathie- und Werbeträger für die Polizei“, sagt der Leiter der Reiter- und Diensthundeführerstaffel, Joachim Rode. Pferde seien immer ein Magnet für die Bürger, überall dort, wo die Polizei mit ihnen im Einsatz ist. Am Sonnabend (5. Mai) von 12 bis 18 Uhr können sich die Besucher am Standort, Grüner Ring 1, bei einem umfangreichen Programm von den Qualitäten ihrer Arbeit überzeugen. Um 11 Uhr eröffnet Innenminister Uwe Schünemann die Jubiläumsveranstaltung. Das Highlight an diesem Tag: Ab 12 Uhr führen stündlich Pferd und Hund vor, wie ihr Polizeialltag aussieht. Außerdem im Programm: Vorführungen der Einsatzfahrzeuge, der Hufschmiede, Ponyreiten für Kinder und vieles mehr. Die Besucher werden über den Ausbildungsstand und die Qualität der polizeilichen Reiterei informiert. Eine kleine Ausstellung zeigt die „Berittene Polizei im Wandel der Zeit“. Für Essen und Trinken ist an diesem Tag ebenfalls gesorgt.
Verfügte die Berittene Polizei vor 1933 über zwölf Pferde, sind es heute 20 Dienstpferde und ebenso viele Reiter sowie 32 Diensthundeführer mit ebenso vielen Hunden an den Standorten Braunschweig, Goslar und Wolfsburg. Eingesetzt werden sie bei Bedarf in ganz Niedersachsen. Die Arbeit reicht vom allgemeinen Streifendienst in Parkanlagen, Naherholungsgebieten und schwer zugänglichen Waldbereichen bis hin zu Großeinsätzen beim Fußball und bei Demonstrationen.
Die Hunde werden eingesetzt, um Brandmittel, Leichen, Blut, Sprengstoff, Fährten und Rauschgift aufzuspüren sowie als Schutzhunde im Streifendienst. Der erste Hund mit Namen Harras (Blutspürhund) in der deutschen Polizei wurde nachweislich von dem Braunschweiger Polizeiinspektor Heinrich Bussenius im Jahre 1903 ausgebildet und eingesetzt. „Dieser Hund war außerordentlich erfolgreich, trug ebenso nachweislich zur Aufklärung einiger Kapitalverbrechen bei und bildete die Grundlage für die Einführung von Diensthunden in Deutschland“, so Rode.
Nachwuchssorgen bei den Reitern und Diensthundeführern hat die „tierisch gute Dienststelle“ nicht. „Wir können uns über mangelnde Bewerber nicht beklagen. Allerdings ist den meisten nicht bewusst, dass sie erst die Polizeilaufbahn absolvieren müssen“, erklärt der Leiter der Reiterstaffel, Hans-Joachim Pape. Über berufliche Möglichkeiten informieren die Beamten auch am Sonnabend beim Tag der offenen Tür.
Besucher haben die Möglichkeit, auf ausgewiesenen Parkplätzen an der Bevenroder Straße und an der Friedrich-Voigtländer-Straße zu parken.
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