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Straßenschäden schlucken Millionen

Verwaltung schlägt vor: Zusätzlich 1,5 Millionen Euro für Winterschäden an Straßen.

Von Marion Korth, 12.01.2011

Der Winter hat bislang so manches Loch unter der (weißen) Decke gehalten, aber mittlerweile sind die Straßenschäden unübersehbar. In Braunschweig mussten zwar noch keine Straßen wegen der Winterschäden gesperrt werden, aber es gibt diverse Warnschilder.

Auf der Saarstraße (Bild links) ist die Asphaltdecke über große Flächen aufgerissen. Die städtischen Mitarbeiter Dirk Siedentop (links) und Roman von Maikowski haben mit den Reparaturen begonnen und stopfen kleinere Löcher (hier in Rühme) mit Kaltasphalt aus dem Eimer. Die Stadt will mehr Geld für die Sanierung bereitstellen.
„Das sieht hier ja schlimmer aus als in der Ostzone“, meint ein Autofahrer scherzhaft im Vorbeifahren. Den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs ist weniger zum Lachen zumute, sie haben jede Menge zu tun, um Löcher wenigstens notdürftig zu stopfen.

„Das ist jetzt der zweite harte Winter in Folge, es ist zu befürchten, dass die Schäden noch massiver ausfallen als im vergangenen Jahr“, sagt Heinz-Georg Leuer, Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr bei der Stadt. Zusätzlich zu den 2,1 Millionen Euro, die ganz allgemein für die Straßenunterhaltung vorgesehen sind, hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, weitere 1,5 Millionen Euro bereitzustellen. Leuer hofft, dass der Rat dem zustimmt. „Wenn wir mehr Geld zur Verfügung haben, dann können wir nachhaltiger arbeiten“, sagt er. 1,5 Millionen Euro seien schon eine ganze Menge. Stadtbaurätin Maren Sommer ist froh, dass die Haushaltslage es zulässt, zusätzliche Mittel in den Haushalt einzubringen. „Das Geld würde uns in einer Reihe von Straßen in die Lage versetzen, beschädigte Stellen auf Fahrbahnen, Radwegen und Gehwegen nicht nur auszubessern, sondern so zu beheben, dass sie auch die kommenden Winter überstehen.“
Die Kolonnen des städtischen Bauhofs versuchen in der Zwischenzeit ihr Bestes. Der Kaltasphalt aus dem Eimer wird in die Löcher gestampft. Eine Dauerlösung ist das allerdings nicht. Auf Straßen mit hoher Verkehrsbelastung seien diese Reparaturen nicht dauerhaft haltbar.
Wie groß und zahlreich die Schäden sind, weiß Fachbereichsleiter Leuer noch nicht. Für eine komplette Bestandsaufnahme ist es zu früh. „Ich fürchte, der Winter ist noch nicht vorbei“, sagt er. Stattdessen gibt es eine kontinuierliche Bestandsaufnahme, die städtischen Mitarbeiter schauen sich die Straßen bei ihren Fahrten an. Die Berliner und die Celler Heerstraße sind zwei Beispiele für Straßen, deren Fahrbahnzustand problematisch ist.
Fast noch schlimmer würden jedoch einige Gehwege aussehen. Der Frost hat die Platten angehoben. Bei jedem Schritt wackeln und kippeln die. „Damit haben wir in diesem Jahr viele Probleme“, sagt Leuer. An der Brabandtstraße oder auch der Gördelinger Straße ist es derzeit kein Vergnügen, auf dem Fußweg zu gehen, ebenso auf den Gehwegen Sieglindstraße und dem Walkürenring im Siegfriedviertel. Erst wenn der Frost komplett aus dem Untergrund ist, lässt sich im Detail feststellen, was gemacht werden muss. „Denn manchmal setzen sich die Platten auch wieder.“
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