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Startklar für die Schulzukunft

IGS Wilhelm Bracke: Springmeier-Entwurf überzeugte Jury – Stimmig bis zur Solaranlage.

Von Marion Korth, 27.11.2011.

Braunschweig. Der Neubau der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule muss viel mehr Kriterien erfüllen, als nur „schön und funktionell“ zu sein. Zwei Tage lang prüfte und diskutierte die Expertenjury, dann stand der Gewinner des ausgeschriebenen Wettbewerbs fest: Das Braunschweiger Büro Springmeier Architekten.

22 Entwürfe bewertete die Jury. Auch der zweite Preis bleibt in Braunschweig, geht an das Büro Struhk Architekten, ein dritter wurde nicht vergeben. Nur diesen beiden Büros sei es gelungen, ein Raumkonzept zu finden, das sich pädagogisch optimal mit Leben füllen lässt und dennoch gesetzlichen Anforderungen genügt. „Fluchtwege dürfen keine Arbeitsbereiche sein“, erläuterte Juryvorsitzender Professor Peter Hübner. Trotzdem müssten die „Flure bespielbar sein“, denn individuelle Förderung in kleinen Gruppen löse das Lernen von festen Klassen(raum)strukturen los.
„Wir wollten einen realitätsnahen Entwurf“, sagte Stadtbaurätin Maren Sommer. Alles sei im Vorhinein von Fachleuten abgeklopft worden: Stimmt die Energiebilanz, passt der Kostenrahmen von rund 35 Millionen Euro, wie groß ist der Unterhaltungsaufwand, ist ein Abriss in Jahrzehnten problemlos möglich? Nach der umfangreichen Vorprüfung sei das Gebäude, so Hübner, „quasi schon zertifiziert und könnte als Öko-Haus ausgezeichnet werden“. Die Schule werde im Passivhausstandard gebaut und bekomme zudem eine Photovoltaikanlage aufs Dach.
Nur geringe Änderungen seien an dem Springmeier-Vorschlag notwendig. Eine Abfolge von Einzeltrakten und Höfen, viel Licht und Luft sowie eine Art Baumhaus im Inneren verleihen der Arbeit spielerische Leichtigkeit.
Im Rat wird der Entwurf am 28. Februar vorgestellt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden ab Montag bis zum 9. Dezember im Rathaus, zweites Obergeschoss, ausgestellt, danach den Schülern in der IGS Wilhelm Bracke gezeigt. „Angestrebter Baubeginn ist der 1. März 2013“, sagte Rüdiger Warnke, Geschäftsführer der Nibelungen Wohnbau. Im Vorfeld, aber auch anschließend in der Detailplanung (zum Beispiel der Farbgestaltung der Räume) wird erneut die Schule einbezogen.
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