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Start in eine neue Auto-Ära

VW feiert Erfolg im Machtkampf mit Porsche

Von Ingeborg Obi-Preuß

Wolfsburg. „Jetzt startet eine neue Ära“, rief VW-Vorstandschef Martin Winterkorn den rund 20 000 Menschen in Wolfsburg zu – große Emotionen bei der VW-Betriebsversammlung.

Er zeichnete die Zukunft für einen neuen Autogiganten, nachdem sich Volkswagen und Porsche nun auf einen „integrierten Konzern“ geeinigt haben. Dabei soll Porsche zehnte Marke im VW-Konzern werden. „Wir haben verhindert, dass wir nach Heuschreckenmanier geschluckt werden“, formulierte Betriebsratschef Bernd Osterloh.
„Verlierer darf und wird es nicht geben“, VW-Vorstandschef Martin Winterkorn machte seinen Mitarbeitern bei der Betriebsversammlung Mut für die Zukunft.„Ein Jobabbau kann und wird nicht Teil dieses Zusammenschlusses sein“, versprach der Manager und erklärte den rund 20 000 Mitarbeitern zwischen Früh- und Spätschicht vor dem Verwaltungsgebäude auf dem Werksgelände Einzelheiten über die Konstruktion des neuen Autoimperiums mit Porsche als zehnter Marke unter dem VW-Dach.
Bis 2011 soll der neue Gigant stehen, wesentlich für den Erfolg seien neben einem klugen Wirtschaftskonzept der „hundertprozentige Respekt für die Leistungen der Belegschaft auf beiden Seiten“, beschwor Winterkorn ein freundliches Miteinander.
Betriebsratschef Bernd Osterloh zeichnete den „steinigen“ Weg der Verhandlungen nach. Die Beschäftigungssicherung sei festgeschrieben, das VW-Gesetz gesichert, eine mögliche Verlagerung der Konzernführung verhindert, der Zugriff der Eigentümerfamilien auf die Betriebskasse begrenzt. „Ein Ergebnis, bei dem es nur Gewinner gibt“, freute er sich. „Es wirkt heute wie ein böses Märchen, dass Wiedeking auf Gutsherrenart unsere Wolfsburg einnehmen wollte“, rief Osterloh seinen Kollegen zu, „aber wir haben solidarisch gekämpft und gewonnen“. Jubel bei den Arbeitern.
Osterloh und Winterkorn war anzusehen, dass sie diesen Tag und diesen Auftritt genossen. Dennoch mahnten sie zu Fairness und zum Blick in die Zukunft, statt zurück. „Porsche ist eine der wertvollsten Marken der Welt“, lobte Winterkorn das neue Familienmitglied, „wir gewinnen rund 12 000 hochmotivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter dazu. Mitarbeiter, die genau wie wir Autos lieben“, fügte er an, „deshalb passt Porsche hervorragend zu uns.“
Beide Männer lobten besonders den Einsatz von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in dem Übernahmekampf zwischen Porsche und VW, er habe klar bewiesen, wo sein Herz schlage – bei Volkswagen.
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