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Stadtbahn: Rechner geben grünes Licht

Bei einem möglichen Stadtbahnausbau ist auch die Trasse ins Kanzlerfeld zum Thünen-Institut wirtschaftlich betrachtet worden. Fotomontage: Thomas Ammerpohl

Stadtbahnausbau ist auf einigen Trassen wirtschaftlich sinnvoll.

Von Marion Korth, 20. Mai 2016

Eine Stadtbahn auf der Bundesallee?So schnell, wie es die Fotomontage glauben machen will, wird es mit dem Stadtbahnausbau in Braunschweig nicht vorangehen. In einem ersten Zwischenbericht wurden einige mögliche Trassenführungen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. Ganz vorn dabei ist die Campusbahn im nördlichen Ringgebiet, bei der zusätzlichen Strecke in den Nordwesten wird nun die Variante ins Kanzlerfeld favorisiert. Am Thünen-Institut (im Hintergrund) wäre die Endstation.

Der Stadtbahnausbau in Braunschweig ist wirtschaftlich sinnvoll. Das ist das Ergebnis eines Werkstattberichts zur laufenden Trassenbewertung des Stadtbahnausbaukonzepts, den das beauftragte Büro WVI am Mittwoch im Planungs- und Umweltausschuss präsentiert hat.
Als Zwischenergebnis zeigt sich, dass von den untersuchten Trassen Rautheim, Salzdahlumer Straße, Volkmarode-Nord, Lehndorf-Kanzlerfeld mit der westlichen Innenstadt sowie Campusbahn einige den erforderlichen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,0 schon erreicht haben. Zum Teil sind noch weitere, detailliertere Berechnungen erforderlich, um zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen.
„Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, aber wir sind optimistisch, dass wir ein tragfähiges Gesamtkonzept erreichen. Insbesondere die Campusbahn ist städtebaulich und verkehrlich wichtig. Sie verbindet wie an einer Perlenschnur die Standorte der TU und mehrere neue Baugebiete, insbesondere im Nördlichen Ringgebiet“, sagte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Die derzeit noch laufenden Untersuchungen werden bis zum Herbst abgeschlossen.
Der Streckenast von Lehndorf nach Lamme sowie die beiden Varianten von der Helmstedter Straße bis nach Mascherode werden nicht weiter betrachtet. Ihre Realisierung stellt sich bereits im jetzigen Prüfungsstadium als unwirtschaftlich dar.
Methodisch wendet das beauftragte Büro die so genannte standardisierte Bewertung mit betriebswirtschaftlich orientierter Folgekostenrechnung an.
Bei der zusätzlichen Strecke in den Nordwesten des Stadtgebiets wird nunmehr die Variante ins Kanzlerfeld favorisiert. Beide Äste zugleich zu realisieren, wäre nicht sinnvoll, weil jeder Streckenast für sich bereits das Fahrgastpotenzial aus Lehndorf komplett erschließt. Für die Führung nach Rautheim stellt sich, insbesondere im Zusammenhang mit dem ergänzenden Busnetz, eine Führung entlang des Baugebiets Heinrich-der-Löwe-Kaserne am Westrand von Rautheim entlang bis zum Südostrand des Stadtteils als vorteilhaft dar.
Das abschließende Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung soll im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zum Jahreswechsel soll der Rat einen Beschluss über das weitere Vorgehen fassen.
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