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Stadt strebt nach dem perfekten Image

Handlungsbedarf gebe es etwa bei Kindergartenplätzen, wie der Helmstedter Bürgermeister Wittich Schobert im Gespräch mit der NH deutlich macht. Foto (Archiv): Erik Beyen

Wittich Schobert stellt sich den Fragen der NH-Redaktion – Teil 3.

Von Erik Beyen, 13.201.2017.
 

Helmstedt. Wittich Schobert will die Stadt Helmstedt auf allen Ebenen entwickeln. Zeit genug hat er dazu, denn der Bürgermeister bleibt, wenn alles regulär läuft, neun Jahre im Amt. In einem Gespräch mit NH-Redakteurin Maria Lüer sprach er über seine Ziele und Visionen. Lesen Sie nun: Zu Gast beim Bürgermeister, Teil 3.

Image, Zuzug und Fachkräfte
Das Image einer Stadt ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor für Menschen, die sich ansiedeln wollen. Das gilt auch für Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. Ihnen fehlt es in Helmstedt aber nicht selten an Fachkräften. Wittich Schobert will das ändern, denn Image, Zuzug und Fachkräfte, das hängt für den Bürgermeister zusammen. Noch vor Jahren sei Helmstedt als Wohn- und Arbeitsort relativ uninteressant gewesen, weil schlichtweg unbekannt, und wenn Menschen etwa aus Süddeutschland Helmstedt in einen Bezug setzten, dann zur ehemaligen Grenze. In logischer Konsequenz habe man Gespräche mit Unternehmen geführt, um Gründe für eine Nichtsansiedlung zu erfahren, dies sowohl auf das Unternehmen bezogen als auch auf gesuchte Fachkräfte, die eben nicht nach Helmstedt ziehen wollten.

Von der Krippe bis zur Ganztagsgrundschule
Ein Segment seien Kindergärten, Horte und Krippen gewesen. Inzwischen halte die Stadt Helmstedt ein Komplettangebot von der Krippe bis zur Ganztagsgrundschule vor. Daran habe man massiv gearbeitet, und es gebe nach wie vor Handlungsbedarf, etwa bei Kindergartenplätzen. Derzeit erweitert das Deutsche Rote Kreuz seinen Kindergarten. Zwei weitere Optionen gebe es nun noch: die Erweiterung des Kindergartens St. Ludgeri sowie ein Kindergartenbau im Kaisergarten.

„Wir wollen den Bedarf an weiteren Gruppen stillen, müssen aber sehen, was angenommen wird und tatsächlich nötig ist“, erklärt Schobert. Rein rechnerisch habe man eigentlich keinen Mangel. Man setze aber nun auf ein Überangebot, um später mit zur Verfügung stehenden Plätzen werben zu können, aber: Der Bürgermeister fordert Flexibilität sowohl seitens der Stadt als auch von den Eltern. Kleine individuelle Lösungen seien ebenso wichtig, wie das große Ganze.

Außenwirkung der Stadt
Ein zweiter essenzieller Bereich sei die öffentliche Wahrnehmung der Stadt Helmstedt. Schobert bezieht das vor allem auf die Außenwirkung der Stadt, etwa im Bereich eines breiten, vielfältigen gastronomischen Angebots oder den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Auch daran arbeite man massiv. Und schließlich sei Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa die NDR-Sommernacht, die bis heute noch positiv nachwirke, ein sehr wichtiger Aspekt für die Imagepflege.

Transparenz
Zu einem guten Image gehört Transparenz. Die schaffe man zum Beispiel durch die im Internet übertragenen Ratssitzungen, ein Angebot, das offenbar gut angenommen wird. Schobert spricht von 200 bis 300 Zuschauern, die die Ratssitzungen online begleiteten. Vorher seien es von null bis drei gewesen.

Facebook, Instagram und Co.
Apropos Öffentlichkeitsarbeit: Die Stadt Helmstedt tummelt sich im Internet, etwa mit einem eigenen Auftritt bei Facebook. Instagram soll folgen. Und nun gibt es auch noch die wöchentliche Videobotschaft aus dem Rathaus. „Junge Menschen, egal wo“, sagt Wittich Schobert, „schauen sich das an.“ Alles zusammen sei ein Stück Werbung und schärfe das Image der Stadt, damit sich letztlich auch Fachkräfte für Helmstedt einscheiden.

Universitätsstandort
Wittich Schobert ging im Gespräch mit der NH auf viele weitere Aspekte ein, etwa auf den Universitätsstandort, den es in kleinem Rahmen immerhin schon gebe. Für einen echten Universitätsstandort seien aber noch dicke Bretter zu bohren. Derzeit fehle es schlichtweg an der Finanzierung durch das Land Niedersachsen.

Fahrradfreundliche Stadt
Auch die fahrradfreundliche Stadt ist Thema für den Bürgermeister. Es liege ein Konzept vor, das in einzelnen Punkten schon umgesetzt worden sei, etwa die Öffnung von Einbahnstraßen. Helmstedt solle für Radfahrer sicherer und attraktiver werden.
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1 Kommentar
808
S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 13.10.2017 | 12:50  
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