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Stadt prüft die Möglichkeit, Belegungsbindungen einzuführen

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Foto: oh

Stadtbaurat Heinz Leuer: „Es gibt günstige Wohnungen, doch für Wohnungslose ist es schwieriger, etwas zu finden“.

Von Birgit Leute, 30.10.2013.

Braunschweig. „Die Mieten in Braunschweig sind überwiegend preisgünstig“, vermeldete kürzlich die Stadt. 89 Prozent der Wohnungen, so belege eine Studie, gelten als preisgünstig beziehungsweise hätten ein Mietniveau unterhalb der Wohngeldmiete.

Auf diese rund
5600 Wohnungen kämen etwa 2500 Haushalte, die jährlich auf preisgünstigen Wohnraum angewiesen seien.
Widersprechen sich also die Beobachtung der Zentralen Beratungsstelle und die Studie? Dazu Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer: „„Die Studie der Gewos hat zum einen ergeben, dass es grundsätzlich einen sehr großen Anteil an preisgünstigem Wohnraum in Braunschweig gibt. Das Mietniveau in der Stadt ist daher sehr moderat.

Stellt man preisgünstige Wohnungen im Bestand der Zahl der Haushalte gegenüber, die preisgünstigen Wohnraum brauchen, so ergibt sich rechnerisch ein Überangebot. Das ändert nichts daran, dass im Bereich der Einpersonenhaushalte derzeit zu wenig Wohnungen auf dem Markt sind, also tatsächlich zur Verfügung stehen.
In einer solchen Situation, die etwa durch den doppelten Abiturjahrgang und die damit größere Nachfrage von Studenten nach Einpersonen-Wohnungen, noch verschärft wird, ist es sicher gerade für sozial bedürftige Menschen wie etwa Wohnungslose schwieriger, etwas zu finden, da sie im Zweifelsfall bei mehreren Bewerbern nicht den Vorzug erhalten. Deshalb prüft die Stadtverwaltung ja auch, etwa Belegungsbindungen einzuführen, um mehr preisgünstigen Wohnraum für finanzschwächere Menschen zu sichern.

„Niemand muss auf der Straße leben“

Es gilt zudem: Wer in Braunschweig von Wohnungslosigkeit bedroht ist, muss nicht auf der Straße leben. Die Stadtverwaltung sorgt für schnelle und unbürokratische Unterstützung. Zum einen stehen die Wohnungslosenunterkünfte (An der Horst sowie dezentrale Wohnungen) zur Verfügung.
Zum anderen hilft die Stadtverwaltung bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Mit den großen Wohnungsbaugesellschaften, unter anderem der Nibelungen Wohnbau, gibt es Kooperationen für ein „Probewohnen“ für sozial Benachteiligte. Personen, die sonst bei der Suche nach einer Wohnung eher schlechte Aussichten hätten, erhalten nach einer erfolgreich abgeschlossenen Probephase die Möglichkeit, selbst Mieter der Wohnung zu werden.“
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