Anzeige

Stadt: Mehr Vorteile in Volkmarode

Verwaltung favorisiert als Standort für vierte IGS nicht mehr Rüningen – Diskussion eröffnet

Von Marion Korth

Braunschweig. Kein Flop, sondern neue Erkenntnisse sind der Grund dafür, dass die Verwaltung als Standort für eine vierte Integrierte Gesamtschule in Braunschweig (IGS) nicht mehr Rüningen, sondern nun die Grund- und Hauptschule in Volkmarode vorschlägt. Kulturdezernent Wolfgang Laczny sagte am Donnerstag, warum Volkmarode mehr Vorteile hat.

a seien zum einen die Vorgaben der Landesregierung. Eine neue IGS müsse danach fünf Klassen je Jahrgangsstufe haben. „Das war neu, vorgesehen war nur eine vierzügige Schule“, sagte Laczny. Mehr Klassen bedeutet mehr Raumbedarf – so wie er in Volkmarode, auch mit Blick auf das große Grundstück, erfüllt werde. „Das bedeutet einen deutlichen Kostenvorteil“, sagte Laczny. Der Investitionsbedarf werde dennoch im zweistelligen Millionenbereich liegen.
Neue Erkenntnisse auch in Bezug auf die in den jeweiligen Hauptschulen angemeldeten Kinder: Nach der Hauptschule Heidberg (48 Anmeldungen), hat Rüningen mit 44 die zweithöchste Zahl erreicht, was gegen eine Schließung spreche. Zum Vergleich: In Volkmarode sind 14 Kinder angemeldet worden, auch die Nachfrage nach Realschulplätzen war dort gering. Anmeldungszahlen und weniger Kosten wiegen aus Verwaltungssicht schwerer als der Wunsch, eine IGS im Süden anzusiedeln.
Laczny betonte jedoch, dass noch nichts entschieden sei. Dem Schulausschuss, der am Freitag tagt, seien die Überlegungen der Verwaltung zur weiteren Diskussion mitgeteilt worden. In einem Beteiligungsverfahren würden anschließend Schulelternrat und Landesschulbehörde gehört.
Laczny rechnet mit einer Standortentscheidung des Rates im ersten Quartal 2009. Fällt der zugunsten Volkmarodes aus, könnte es ganz schnell gehen: Voraussichtlich zum Schuljahr 2009/2010 könnte die neue IGS ihren Betrieb aufnehmen und dann in der Folgezeit mit den Schülerzahlen wachsen (zunächst werden eine Mensa und fünf zusätzliche Unterrichtsräume benötigt). Haupt- und Realschule müssten dort dann allerdings aufgegeben werden.
Eine vierte IGS könnte im ersten Jahrgang rund 130 Schüler aufnehmen. Das würde nicht einmal die Hälfte des jetzigen Bedarfs decken. Der Anmeldeüberhang betrug in diesem Jahr 370.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.