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Stadt hat genug Streusalz

Winterdienst durchgehend in Rufbereitschaft.

Von Martina Jurk, 02.01.2011

Braunschweig. Schnee und Eis machen den Kommunen zu schaffen. Einigen Städten geht bereits das Streusalz aus. Braunschweig gehört nicht dazu, sondern ist für weitere vier bis sechs Wochen gerüstet.

Der zuständige Dezernent Ulrich Stegemann geht davon aus, dass der Winterdienst auch weiterhin gut funktioniert. Alba sei mit einem Vorrat von 4500 Tonnen Streusalz in den Winter gestartet, davon seien mittlerweile 2800 Tonnen verbraucht worden. 1700 Tonnen sollen wieder aufgestockt werden, sie würden im Januar geliefert. Auch mit Sand und Splitt habe sich Alba ausreichend bevorratet.
Wegen der unsicheren Wetterlage über den Jahreswechsel sind die Winterdienstkräfte der Stadt und von Alba Braunschweig durchgehend in Rufbereitschaft. Außerdem hat Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann den Einsatz von Streusalz auf Gehwegen vor privaten Gebäuden bis morgen (3. Januar), 22 Uhr freigegeben.

Da die schwankenden Temperaturen auch die Bildung von Eiszapfen und Dachlawinen begünstigen, erinnert die Stadt an die Pflicht der Gebäudeeigentümer, diese zu entfernen.

Wie sie das bewerkstelligen sollen, wenn es sich um große Gebäude wie Mehrfamilienhäuser handelt, erklärt Bernd Matthias Uster vom Direktionsdienst der Berufsfeuerwehr Braunschweig: „Dachdeckerfirmen und Gebäudereinigungsdienste übernehmen das. Gäbe es keine Möglichkeit, den Eigentümer ausfindig zu machen oder wohne er weit weg, müsse trotzdem sichergestellt werden, dass niemand zu Schaden kommt. „Wenn es nicht anders geht, muss der Gehweg gesperrt werden“, so Uster. Der Direktionsdienst weist darauf hin, dass Eigentümer in der Pflicht sind, sowohl die Schneeräumung als auch die Entfernung von Eiszapfen zu regeln. Wenn sie das selbst nicht können, müssten sie jemanden beauftragen. Auch die Feuerwehr sei bereits zu diversen Eiszapfen-Einsätzen gerufen worden. „Der Inspektionsdienst beurteilt die Lage und sperrt – wenn es keine andere Möglichkeit gibt – das Gebiet ab“, sagt Bernd Matthias Uster.
Anders als in der Stadt Braunschweig hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Lieferengpässen bei Streusalz zu kämpfen. Die Vorräte der Straßen- und Autobahnmeistereien des Landes würden damit schwinden. Auf den Bundesfern- und Landesstraßen könne der Winterdienst deshalb nur eingeschränkt erfolgen. Aktuell werde auf Bundesautobahnen generell nur der Hauptfahrstreifen gestreut. Die linken Fahrstreifen seien teilweise nicht passierbar. Bundes- und Landesstraßen würden, außer an Unfallschwerpunkten, zurzeit nur noch geräumt und nicht mehr gestreut, teilte die Landesbehörde mit.
Eine zusätzliche Gefahr für Autofahrer stellen immer mehr Schlaglöcher auf Straßen und Autobahnen dar. An einigen Stellen wird bereits an der Behebung gearbeitet. So ist auf der A 391 Braunschweig-Nord Richtung Südwest zwischen Lehndorf und Gartenstadt der rechte Fahrstreifen gesperrt. Die Situation dauert voraussichtlich längere Zeit an.
Auf der A 39 von Salzgitter nach Braunschweig besteht zwischen Dreieck Salzgitter und Salzgitter-Thiede in beiden Richtungen Gefahr durch Straßenschäden, ebenso auf der A 39 von Braunschweig nach Wolfsburg zwischen Flechtorf und Wolfsburg-Fallersleben in beiden Richtungen.
Auf der A 2 von Hannover in Richtung Magdeburg gibt es zwischen Hämelerwald und Marienborn/Helmstedt-Ost in beiden Richtungen Straßenschäden. Auf Geschwindigkeitsbeschränkung sollte geachtet werden.
Die Landesbehörde warnt davor, dass es in Niedersachsen teilweise vereiste Fahrbahnen gibt. Und wegen Schneebruch ist der gesamte Elm für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Diverse Bäume sind umgestürzt.
Insgesamt gute bis sehr gute Verhältnisse für den Straßenverkehr in Braunschweig bilanziert Dezernent Ulrich Stegemann. Die Straßen erster Priorität seien nach zum Teil heftigen Schneefällen fast immer gut befahrbar gewesen. Anders als im Vorjahr seien auch Straßen zweiter Priorität – das sind Wohnsammelstraßen, auf denen Linienbusse der Verkehrs-AG fahren – schnell geräumt und gestreut worden. Deshalb habe es im Linienbusverkehr nur unwesentliche Verspätungen gegeben.
Erstmals seit vielen Jahren sei auch zwischen einem Drittel und der Hälfte der Straßen der Priorität drei geräumt worden. Darüber hinaus seien die Fahrradwege selbst unter diesen ungewöhnlichen Witterungsbedingungen fast immer in einem guten Zustand gewesen, so Stegemann.
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