Anzeige

Stadionausbau Ja oder Nein: Die CDU will Bürger fragen

CDU-Ratsfrakion will Befragung: Ausbau des Stadions sei vergleichbar mit „Stuttgart 21“.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 27.10.2010.


Braunschweig. „Eintracht ist ein wichtiger Werbeträger für unsere Stadt, aber auch ein emotionales Thema“, sagt Wolfgang Sehrt, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Und deshalb wollen er und seine Parteifreunde eine Bürgerbefragung zum Thema Stationausbau.

Der Rat beschließt den städtischen Haushalt im Februar, eine Bürgerbefragung müsste ebenfalls dort beschlossen werden. „Wir haben in unserer Fraktion lange diskutiert“, sagt Sehrt, die Proteste unter dem Motto „Stuttgart 21“ habe die Ratsherren und -frauen auf die Idee mit der Befragung gebracht. „Jedes Großprojekt in Deutschland wird zur Zeit in Frage gestellt“, sagt Sehrt, „wir finden es interessant zu erfahren: Wie sehen die Braunschweiger das Thema Stadionausbau?“
Der Oberbürgermeister habe bereits zugestimmt, jetzt würde geklärt, wie der organisatorische Ablauf und der Zeitplan einer solchen Befragung aussehen kann und muss.
Vor ihrer für Ende November geplanten Haushaltsklausursitzung hat die CDU drei wichtige Maßnahmen beschlossen, die im kommenden Jahr in Angriff genommen werden sollen. „Im Einzelnen wollen wir den Ausbau der Haupttribüne des Eintracht-Stadions und eine halbe Million für die Verbesserung der Trainings- und Spielbedingungen auf den Sportanlagen. Außerdem wollen wir, dass das Lessinggymnasium in Wenden saniert und für den Ganztagsbetrieb ausgebaut wird“, so der CDU-Politiker zu den konkreten Maßnahmen.
„Das kostet viel Geld. Insgesamt reden wir über fast 25 Millionen. Das geht natürlich nur, wenn die Steuerschätzung im November positiv ausfällt und sich die wirtschaftliche Lage und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt weiterhin so positiv entwickeln“, sagte Sehrt.
„Wir erwarten natürlich, dass die sportlichen Erfolge unserer Eintracht den Ausbau der Haupttribüne rechtfertigen, machen das aber nicht zur Bedingung. Außerdem bleibt Eintracht beim Bau des Geschäftsstellenkubus weiter in der Pflicht“, fügte Klaus Wendroth, sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion an.
Die vorgeschlagene Bürgerbefragung zum Stadionausbau bezeichnet Sehrt als „Entscheidungshilfe für die Politik“. Die CDU-Politiker können sich solche Befragungen bei zukünftigen, kontrovers diskutierten und großen Investitionen gut vorstellen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.