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"So lange die da stehen, müssen wir kämpfen"

Rund 500 Gegendemonstranten folgten dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts und kamen auf den Bahnhofsvorplatz – Bragida-Kundgebung von etwa 60 bis 80 Leuten besucht

Von André Pause, 02.03.2015.

Braunschweig. Es war der sechste Demo-Montag in Braunschweig. Nachdem die Stadt die Bragida-Versammlung per Verfügung auf den Parkplatz zwischen Hauptbahnhof und Toblerone verlegt hatte, zog auch das Bündnis gegen Rechts um: vom Kohlmarkt auf den Bahnhofsvorplatz.

Auf etwa 700 schätzte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat, Udo Sommerfeld, die Zahl der Teilnehmer der Gegendemonstration an neuer Stelle. Etwas hochgegriffen vielleicht, doch 500 mochten es sein, die es bei echtem Schmuddelwetter nach draußen zog.

"Solange die da stehen, müssen wir kämpfen, und denen zeigen, dass sie eine Einzelmeinung vertreten", sagte Moderator Axel Uhde vom Bühnenwagen in die Menge.
Auch wenn damit eigentlich schon alles gesagt war, sprachen außerdem noch Michael Kleber (Geschäftsführer der DGB-Region Südostniedersachsen), Marvin Hopp (Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung von Volkswagen Braunschweig und IG-Metall-Jugendausschuss) und David Janzen (Sprecher des Bündnisses gegen Rechts).

Im Anschluss an die Reden zogen die Gegendemonstranten mit Trommeln und Trillerpfeifen vor den polizeilich abgeschirmten Parkplatz zwischen Toblerone und Bahnhofsgebäude, auf dem sich etwa 60 bis 80 Bragida-Anhänger versammelt hatten. Nach gut zwei Stunden waren beide Demonstrationen beendet.

Unterdessen hat das Bündnis gegen Rechts bereits mit den Planungen für die Gegenproteste am kommenden Montag (9. März) begonnen. Als Rednerinnen sind dann unter anderem Lina Schönfeld, Integrationsbeauftragte des Vereins Box-Club 72 zum Thema "Respekt, Integration und Asyl" und Katja Voges, Betriebsrätin VW Braunschweig zum Thema "Partnerschaftliches Verhalten im Betrieb" dabei.
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