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Setzen sechs: Studenten können nicht rechnen

Forderungen an das Kultusministerium: IHK und TU schicken Katalog mit Verbesserungsvorschlägen nach Hannover

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Setzen sechs! Wirtschaft und Wissenschaft klagen über einen Notstand in Mathematik und fordern jetzt Abhilfe: Gemeinsam haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Technische Universität Braunschweig (TU) beim Kultusministerium einen Katalog mit Verbesserungsvorschlägen eingereicht.

Das Setzen von Mindeststandards wird da gefordert (Bruch- und Prozentrechnung, Potenzrechnung), Entfernung von Taschenrechnern aus dem Unterricht der Mittelstufe vor Klasse 9, mehr Mathematik-Unterricht und viele andere Vorschläge.
„So kann es nicht weitergehen“, sagt Thomas Sonar, Mathematikprofessor an der TU, „die mathematischen Leistungen der Studienanfänger in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern hätten dramatisch abgenommen. „Der IHK macht diese Entwicklung große Sorgen“, sagt Kammerpräsident Dr. Wolf-Michael Schmid. „Die Bedeutung der Mathematik als Grundlagenwissenschaft für unsere Wirtschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont er, „wenn den Schulabgängern das mathematische Rüstzeug fehlt, vergreifen wir uns nicht nur am Standort Deutschland, sondern an der jungen Generation.“
Gemeinsam hatten IHK und TU einen „Nachmittag der Mathematik“ veranstaltet mit mehr als 200 Unternehmern, Wissenschaftlern und Lehrern. Daraus entstand eine lebhafte Debatte, an deren vorläufigem Ende die jetzt vorgelegte Resolution steht.
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