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„Schulden abbauen und investieren“

Sommerfest der Handwerkskammer: Kammerpräsident Detlef Bade (von links), ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Foto: Bauerfeld/oh

Holger Schwannecke beim Ginkgofest der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 05.08.2017.

Braunschweig. „Die Themen Bildung, Digitalisierung, Energiewende und Steuern brennen dem Handwerk auf den Nägeln“, wandte sich Holger Schwannecke in seinem Grußwort an die Politiker unter den Gästen beim Ginkgosommerfest der Handwerkskammer.

Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) betonte, dass er nicht Einzelinteressen vertritt, sondern die Kammer ein branchenübergreifendes Netzwerk ist.

„Wann immer es mir der Terminkalender erlaubt, komme ich gern aus dem hektischen politischen Berlin zum Sommerfest nach Braunschweig“, sagte der gebürtige Helmstedter vor den 200 Gästen im Hof der Handwerkskammer am Burgplatz.
Kammerpräsident Detlef Bade begann mit den guten Nachrichten bei der Begrüßung seiner Gäste: „Dem Handwerk geht es unverändert gut. Und zwar nicht nur bei uns, sondern bundesweit. Die Konjunktur läuft.“

Die Idee der Selbstverwaltung sei kein verstaubtes Überbleibsel aus dem 19. Jahrhundert, „wenn es das Kammersystem nicht gäbe, müsste man es erfinden“, fügte er an. Die entscheidenden Gremien bestehen aus Ehrenamtlichen. „Und ganz aktuell erinnere ich an die vielen Handwerker, die bei der jüngsten Flut ehrenamtlich im Einsatz waren. Davor ziehe ich meinen Hut. Es ist eine Freude in einem Land zu leben, das so zueinandersteht.“

Schwierig gestalte sich die Suche nach geeigneten Auszubildenden. „Umso mehr freuen wir uns über erste Erfolge in der qualifizierten Vorbereitung und Vermittlung von Flüchtlingen in Handwerksbetriebe durch die Integrationsprojekte der Handwerkskammer.“ Außerdem tue das Handwerk alles, um auch die schwächeren Bewerber mitzunehmen, da sei aber mehr Unterstützung aus der Politik nötig.
Auch für Schwannecke ist Bildung sehr wichtig. „Es besteht Innovationsbedarf in der Technik und Ausstattung der Bildungsstätten. Denn Handwerk 4.0 setzt neue und hoch spezialisierte Anforderungen an die kommende Handwerker-Generation.“
Eine „letzte Anmerkung“ machte Schwannecke zum Thema Steuern. „Der Staat meldet Überschuss um Überschuss, aber wir wissen nur zu gut, wie schnell Steuergelder nachhaltig versickern können. Wir wollen die Überschüsse zu gleichen Teilen zur Schuldentilgung, zur Steuerentlastung und für Zukunftsinvestitionen einsetzen.“
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