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Schüler startklar: Für Schub sorgt der Mausefallenmotor

Stiftung Niedersachsenmetall veranstaltete zum zweiten Mal ein Rennen für die „Formel M“

Von Christin Freitag, 02.12.2009

Braunschweig. „To the Moon and back“ – ganz so weit reichte es für das gleichnamige Team der Gottfried-Linke-Realschule in Salzgitter nicht, aber mit 51 Metern dann doch zum Sieg in der zweiten Auflage der „Formel M – das Auto aus der Mausefalle“.

„Das Geheimnis ist das Gewicht. Je leichter das Auto ist, desto weiter fährt es“, verriet Marian Heldt vom Siegerteam das Erfolgsrezept. Bei dem Wettbewerb für Schüler der Mittelstufe traten selbst konstruierte Autos, die mit der Spannkraft einer Mausefalle angetrieben wurden, am Montag in der Volkswagen-Halle gegeneinander an. Die mit diesem Antrieb gefahrene Strecke reichte von wenigen Zentimetern bis zu vielen Metern.

Mehr Teams als je zuvor

Mit insgesamt 42 Teams aus 15 Schulen waren es dieses Jahr acht Mannschaften mehr, die sich der Herausforderung stellten.
„Mit dem Wettbewerb wollen wir junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Die Mausefallenautos sind ein spielerischer Einstieg“, erklärte Elke Peters, Projektkoordinatorin der Stiftung Niedersachsenmetall. Die Arbeitgeberstiftung war Ausrichter des Schülerwettbewerbs.

Außer Konkurrenz

Die meisten Schüler stammten aus der Mittelstufe, diesmal war aber auch ein Team aus der Unterstufe dabei – allerdings außer Konkurrenz. „Die Schüler wollten unbedingt teilnehmen und haben mich überzeugt, sie zu betreuen“, sagte Claudia Schwarzlose, Lehrerin der vier Sechstklässler der Raabeschule, die ihre Sache mit einer Weite von 6,8 Metern sehr gut machten. „Ich finde es großartig, dass meine Schüler das Auto freiwillig in ihrer Freizeit nachmittags gebaut haben“, war Schwarzlose stolz auf ihr Team.
Eine Neuerung war der „Schönheitswettbewerb“: „Dieses Jahr wollten wir unabhängig von der zurückgelegten Strecke auch die Mühe bewerten, die in die Gestaltung der Autos geflossen ist“, erklärte Peters.
In einem Mausefallenauto, so einfach es auch aussehen mag, steckt jede Menge Arbeit. „Bis unser Auto fertig war, hat es zwei Monate gedauert“, erzählte Alina Meyer vom Team „Die jungen Wilden 2“ des Gymnasiums Salzgitter. „Der Aufwand hat sich aber gelohnt, es hat echt Spaß gemacht, die Autos zu basteln.“ Auch die Lehrer der Schulen seien sehr engagiert gewesen. „Unser Lehrer hat uns sehr unterstützt und ein paar eigene Ideen eingebracht. Die meisten stammen aber von uns.“, sagte Tim Bechtel von den „Vollpfosten“ des Gymnasiums Große Schule in Wolfenbüttel.
„Ich freue mich, dass die Schüler so engagiert bei der Sache waren. Sie haben untereinander sehr viel verglichen und sind mit viel Fachwissen an die Sache herangegangen“, resümierte Ulrich Bode, Bildungsreferent der Stiftung Niedersachsenmetall. Ob die „Formel M“ auch im nächsten Jahr wieder an den Start geht, wisse er noch nicht, „aber ich halte das nach dem großen Erfolg für wünschenswert“, sagte Bode weiter.
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