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Schüler mit Bürokratie ausgebremst

Stadtelternrat ist empört: Teilnahme an Schülerdemo in Hannover wird nicht entschuldigt.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23.01.2015.

Braunschweig. „Die Schüler werden bestraft für ihr bildungspolitisches Engagement“, sagt Maike Klesen vom Vorstand des Stadtelternrates. „Viele Schüler waren am 14. Januar zu der Großkundgebung am Kultusministerium nach Hannover gefahren“, erklärt Klesen. „Entsetzt hat der Vorstand des Stadtelternrates jetzt erfahren, dass nicht alle Schulen diesen Fehltag entschuldigen. Eine Wertung als unentschuldigtes Fehlen käme einer Bestrafung gleich, ist sich der Stadtelternrat sicher.

Mehr noch, so ein Eintrag im Zeugnis könne bei späteren Bewerbungen große Nachteile mit sich bringen, betont Klesen. „Manche Firmen sortieren sofort aus, wenn sie lesen, dass ein Schüler unentschuldigt gefehlt hat“, weiß sie aus Erfahrung.
Politisches Engagement entspreche dem Bildungsauftrag der Schulen, fügt sie an und hofft, dass die Direktoren der betroffenen Schulen noch einlenken.
„Die Schüler waren in Hannover und haben sich für Klassenfahrten und die Entlastung ihrer Lehrer zur Durchführung von Klassenfahrten eingesetzt“, sagt Klesen. „Wir stehen voll hinter den Schülern, die den Mut hatten, für ihre Interessen und die Belange ihrer Lehrer auf die Straße zu gehen“, fügt sie an. „Wir hoffen, dass keiner bestraft wird, sondern sie unterstützt werden.“
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