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„Schicksalstag der Deutschen“

Bragida nennt ihre Demonstrationszüge wie hier am Montag „Abendspaziergang“. T.A.

Bragida äußert sich zu ihrer Kundgebung vom letzten Montag, dem 9. November.

Braunschweig, 13.11.2015.

Die Sprecherin der Bragida, Tina Müller, schickte der Redaktion folgende Pressemitteilung:

„Die Bragida-Gemeinschaft beging den historischen 9. November mit einer Kundgebung.
Mit einer Kundgebung am historischen 9. November hat die Bragida-Gemeinschaft auf dem Platz der Deutschen Einheit in Braunschweig an den Tag des Mauerfalls erinnert. Außerdem haben die rund 126 Teilnehmerinnen und Teilnehmer allen Menschen gedacht, die in der Reichspogromnacht ermordet wurden, beziehungsweise ihr Leben auf der Flucht aus der ehemaligen DDR verloren haben. Als Gastredner hatte Bragida den Autor und Blogger Michael Mannheimer eingeladen. Vor Veranstaltungsbeginn erteilte die Organisatorin Tina Müller 13 polizeibekannten Rechtsextremen einen Platzverweis.
Begleitet von läutenden Domglocken, sangen die Demonstranten zunächst das alte Volkslied: 'Die Gedanken sind frei'. Danach sprach Mannheimer. In seinem rund halbstündigen Vortrag bezeichnete er den 9. November als 'Schicksalstag der Deutschen'; als Beispiele nannte er die Ausrufung der Republik (1918), Hitlers Marsch auf die Feldherrnhalle (1923), die Reichspogromnacht (1938) und den Tag des Mauerfalls (1989). In seiner Rede zeigte er auf, wie problematisch die Meinungsfreiheit heutzutage ist: 'Wer nicht links denkt, wird zum Rechten gemacht.' Ebenso kritisierte er Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, dass sie das Schengener Abkommen bräche und ihren Amtseid missachte, weshalb er sie zum Rücktritt aufforderte.

In der anschließenden Schweigeminute zündete die Bragida-Gruppe, zu der auch zwei jüdische Teilnehmer zählen, Kerzen an und gedachte allen Opfern der beiden deutschen Unrechtsstaaten. Anschließend begann die Gemeinschaft ihren friedlichen Abendspaziergang, bis ihr am Damm eine Sitzblockade den Weg versperrte. Die Polizei nahm mehrere aggressive Gegendemonstranten des Bündnis gegen Rechts Braunschweig fest.
Für sie fand Tina Müller deutliche Worte: 'Es bleibt festzustellen, dass niemand genau wusste, worum es sich bei der Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts eigentlich handelte. Sie wechselte mehrfach ihre Themen und den Anmelder: Aus einer Kundgebung, die den Opfern der Reichspogromnacht gedenken wollte, wurde eine Demonstration gegen Bragida und anschließend auch noch eine Veranstaltung gegen Polizeigewalt. Es waren nur Lärm, Gewaltbereitschaft sowie Pietätlosigkeit zu erkennen. Wie immer danken wir der Braunschweiger Polizei für ihren Schutz und ihre Hilfsbereitschaft.'"
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3 Kommentare
260
David Janzen aus Braunschweig - Innenstadt | 15.11.2015 | 13:48  
13
Friedrich Schlegel aus Braunschweig - Nordstadt | 18.11.2015 | 10:09  
260
David Janzen aus Braunschweig - Innenstadt | 18.11.2015 | 13:50  
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