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Richtfest: Weiterer Baustein im Zwei-Zentren-Konzept eingefügt

Rohbau der Klinikum-Erweiterung an der Salzdahlumer Straße steht – 26 Millionen Euro Kosten

Von Marion Korth

Braunschweig. Aus vier Standorten mach‘ zwei – Stein für Stein arbeitet sich das städtische Klinikum auf dieses Ziel vor. Am Donnerstag wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau an der Salzdahlumer gefeiert, wo für die geplante Zusammenlegung Platz geschaffen werden muss.

26 Millionen Euro werden insgesamt an der Salzdahlumer Straße in diesem ersten Bauabschnitt investiert. Zwölf Millionen Euro bringt das Klinikum selbst auf, 14 Millionen kommen vom Land. Die größere „Baustelle“ befindet sich an der Celler Straße. Beide Neubauprojekte zusammengenommen bringen es auf 73 Millionen Euro, 48 Millionen steuert das Land Niedersachsen bei.
Bis jetzt ging es schnell: Erst im Februar war mit dem Bau begonnen worden, nun steht bereits der Rohbau, danach folgen die Innenarbeiten. Bis Januar 2011 soll das Gebäude fertig sein. Geschäftsführer Helmut Schüttig spricht vom „Funktionstrakt“. Im Untergeschoss werden Lager, Wäscherei und Zentralsterilisation untergebracht. Dreh- und Angelpunkt aber ist das Erdgeschoss, wo die „Zentralaufnahme“ entsteht. Für Notfälle und für die Patienten, die sich ambulant behandeln lassen möchten. Allein im ambulanten Bereich wird mit an die 60 000 Patienten jährlich gerechnet. Ruhiger wird es damit im heutigen Haupteingangsbereich, der dann in erster Linie Besuchern sowie den stationären Patienten offensteht.
Das erste Geschoss ist für den ambulanten Operationsbereich vorgesehen, darüber wird Raum für einen erweiterten Operationsbereich geschaffen. „Gekrönt“ wird das Ganze mit einem Hubschrauberlandeplatz.
Die Erweiterung ist ein wichtiger Baustein in der gesamten Umstrukturierung. „Die Wege werden kürzer“, erläutert Karsten Standke, Geschäftsbereichsleiter bau und Technik, den wesentlichen Vorteil.
Effizienter und damit kostensparender arbeiten – das ist die Aufgabe. „Wir haben 196 Krankenhäuser in Niedersachsen, da herrscht ein starker Konkurrenzdruck“, erläuterte Dr. Christine Hawighorst, Staatssekretärin im zuständigen Niedersächsischen Sozialministerium. Es gehe darum, das Klinikum zukunftsfähig zu machen. Krankenhäusern komme große Bedeutung zu, um die Gesundheitsversorgung in einem Flächenland wie Niedersachsen vor dem Hintergrund der Altersentwicklung in der Bevölkerung zu sichern.
Bis alle Neu- und Umbauten abgeschlossen sind, werden noch einige Jahre vergehen. „2016 wollen wir komplett fertig sein“, sagte Schüttig. Dann hat das Klinikum nur noch zwei Adressen: Celler und Salzdahlumer Straße.

Hintergrund: Mit der Konzentration auf nur zwei Standorte will das Klinikum die Qualität der Patientenversorgung verbessern. Dazu soll insbesondere der Umzug der Unfallchirurgie aus der Holwedestraße zu den weiteren operativen Fächern am Standort Salzdahlumer Straße beitragen. Der Betrieb in der Gliesmaroder Straße soll voraussichtlich 2010, der in der Holwedestraße 2015 aufgegeben werden.
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