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Ratsthema: Jugendzentrum Wenden

Wenn das Erlebnisbad eröffnet wird, fällt das Bad in Wenden weg – Und das Jugendzentrum.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 18.11.2012.


Braunschweig. „Spätestens bis zur Haushaltssitzung des Jugendhilfeausschusses am 13. Dezember wollen wir von der Verwaltung wissen, wie es für die Jugendlichen in Wenden weitergeht“, sagt Elke Flake als Vorsitzende des Jugendhilfeauschusses (JHA).

„Wir bestehen darauf, dass die Verwaltung bis dahin eine Beschlussvorlage für einen geeigneten Ersatz des Jugendzentrums Wenden vorlegt.“
Mit dieser Forderung geht Elke Flake am Dienstag in die Ratssitzung und hofft auf Rückendeckung aus möglichst allen Fraktionen. „Ich stelle den Antrag extra nicht als Mitglied der Grünen, sondern in meiner Funktion als JHA-Vorsitzende“, erklärt sie, „denn ich will nicht, dass dieses wichtige Thema in der Parteipolitik zerrieben wird.“
Fakt ist: Wenn das neue Erlebnisbad eröffnet wird (mit Verzögerungen möglicherweise erst 2014, siehe dazu auch Seite 3), wird das Bad in Wenden geschlossen. Und damit auch das Jugendzentrum, dass im Souterrain des Bades seine Räume hat.
Einigkeit besteht bei SPD und CDU im Bezirksrat darin, dass auf jeden Fall ein neues Jugendzentrum gebaut werden soll und muss. Und auch darüber, dass es im Falle einer Übergangslösung keine Vakanzzeiten geben darf.
Uneinigkeit besteht in der Standortfrage. Die SPD möchte das neue Zentrum am Schulgelände bauen, die CDU bevorzugt einen Neubau am alten Standort.
Heidemarie Mundlos erklärt für die CDU, dass beim alten Standort eine gemeinsame Nutzung der Flächen des FC Wenden möglich sei. Außerdem sei für Jugendliche eine bauliche Nähe zur Schule eher unattraktiv.
Elke Flake vom JHA bevorzugt, wie die SPD, den Standort an den Schulen in Wenden. „Er ist zentraler, besser zu erreichen und die Räume der Schule sind vielleicht zum Teil mit zu nutzen.“ Außerdem würden auf lange Sicht alle Schulen im Land Ganztagsbetrieb anbieten, dann sei auch die bauliche Nähe von Schule und Jugendzentrum sinnvoll.
Die Verwaltung sagt: „Es wird derzeit geklärt, ob ein Neubau des Jugendtreffs am bisherigen Standort oder an anderer Stelle errichtet werden soll. Bei einem Neubau am bisherigen Standort müsste für die Dauer von etwa einem Jahr eine Übergangslösung gefunden werden, da erst nach Abriss des Hallenbades neu gebaut werden kann. Für diese Variante werden derzeit bereits Übergangslösungen gesucht. Kommt es zu einem Bau an anderer Stelle, könnte dieser voraussichtlich vorher errichtet werden, und es würde nur eine kurze Übergangslösung nötig. Eine Klärung dieser Fragen soll kurzfristig in den nächsten Wochen im Rahmen der Grundstücksverhandlungen erfolgen. Die Firma Perschmann als Interessent für das Grundstück des Hallenbades Wenden hat sich bereiterklärt, den Fortbestand des Jugendtreffs Wenden finanziell zu unterstützen. Dazu befindet sich die Verwaltung derzeit in sehr guten Gesprächen mit der Firma.“
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