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Rat: Gelbe Tonne vierwöchentlich geleert

Die gelbe Wertstofftonne soll ab Januar 2014 das Trio aus blauer Tonne für Papier, grüner Tonne für Bioabfälle und grauer Tonne für den Restmüll zum Quartett ergänzen. Foto: Getty

Flexibilität steht ganz oben: Bürger können jederzeit kostenlos größere oder zusätzliche Behälter bestellen.

Von Martina Jurk, 25.09.2013. Es bleibt dabei: Die gelbe Wertstofftonne, die am 1. Januar 2014 eingeführt wird, wird vierwöchentlich geleert. Mehrheitlich stimmte der Rat der Stadt gestern Abend einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung zu – mit Ergänzungen. Danach soll nach Einführung der Tonne eine Erfolgskontrolle durchgeführt werden, inwieweit Größe und Leerungsintervall ausreichend, und ob die Bürger zufrieden sind.

Reicht das Volumen der bereitgestellten gelben Tonnen nicht aus, können die Bürger jederzeit kostenlos größere oder zusätzliche Behälter bestellen. Dazu werde die Verwaltung gemeinsam mit Alba ein Monitoring durchführen, um eventuell nachsteuern und größere Tonnen zur Verfügung stellen zu können. Alba führe eine Behälterdatei, die laufend angepasst und einem Mehrbedarf Rechnung getragen werden könne.
Bei Mehrfamilienhäusern ab 20 Personen werden grundsätzlich 1100-Liter-Behälter bereitgestellt. „Wir wollen eine größtmögliche Flexibilität erreichen. Sie steht ganz oben. Wer eine größere Tonne will, bekommt sie“, betonte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Ginge es nach dem Willen der Bürger und von Politikern, würde die Wertstofftonne zweiwöchentlich (Zweiradbehälter) beziehungsweise wöchentlich (Vierradbehälter) geleert werden. Das würde allerdings zulasten der Kommune und der Bürger gehen.
Von der SPD geforderte Nachverhandlungen mit dem Dualen System seien möglich, aber erst mal werde die gelbe Tonne eingeführt und schnell reagiert, sollte es Probleme geben. Bis zu vier Monaten sollte auf jeden Fall getestet werden, wie es läuft. „Wir werden sehr bürgernah beraten und auch grundstücksbezogene Einzelberatungen durchführen“, versicherte Leuer.
Die Fraktionen der Bibs und der Linken lehnten die Vorlage ab. Die Einführung der gelben Tonne müsste nach Ansicht von Wolfgang Büchs (Bibs) eine Verringerung des Restmüllaufkommens (graue Tonne) zur Folge haben und damit eine Senkung der Abfallgebühren für die Bürger. Davon sei aber in der Beschlussvorlage keine Rede. Viele Bürger hätten zudem gar keinen Platz für eine weitere, gelbe Tonne. Für Udo Sommerfeld (Linke) bestehe im Leistungsvertrag mit Alba Rechtsunsicherheit. Alba sammle die Wertstofftonnen ein, aber die Verwertung übernehme eine andere Firma.
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1 Kommentar
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Horst Schmid aus Braunschweig - Innenstadt | 26.01.2014 | 13:33  
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