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Rasen statt Baucontainer

So sieht es im Moment zwischen Medienhaus und Petrikirche aus. Foto: Thomas Ammerpohl

Für die Fläche an der Ecke Lange Straße/Gördelinger Straße wird Planungsrecht geschaffen.

Von Martina Jurk

Braunschweig, 27.05.2015. An der Ecke Lange Straße/Gördelinger Straße zwischen Medienhaus und Petrikirche klafft eine wenig ansehnliche Lücke. Bis vor kurzem standen dort noch Baucontainer. Die sind weg, und das Areal wurde begradigt. Was soll mit dem attraktiven Grundstück – im gemeinsamen Besitz von Stadt und Kirchengemeinde – nun geschehen?

„Der Ursprungszustand wird wieder hergestellt und Rasen gesät. Was die Zukunft bringt, weiß keiner“, sagt Gabriele Geyer-Knüppel, Pastorin der St.-Petri-Gemeinde. Für die Flächen hätten bereits in den vergangenen Jahren Investoren bei der Stadt Interesse bekundet, teilt die Verwaltung. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg waren die Flächen schon einmal bebaut. Im Februar dieses Jahres, nach Fertigstellung des Medienhauses, hatte der Verwaltungsausschuss die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Stadtgebiet zwischen Lange Straße, Gördelinger Straße und An der Petrikirche beschlossen, um erneute Bebauung zu ermöglichen. Die Schaffung des Planungsrechts für eine eventuelle Bebauung werde ein Jahr dauern, so die Verwaltung.

Die Kirchengemeinde St. Petri beabsichtige, ihre Grundstücke entlang der Langen Straße im Kirchenumfeld baulich zu verändern. Da die Lange Straße stark befahren und die vorhandene Grünfläche stark mit Lärm belastet sei, gäbe es dort wenig Aufenthaltsqualität. Daher sei es wünschenswert, den weiten Straßenraum der Langen Straße und den Einmündungsbereich in die Gördelingerstraße mit einer straßenbegleitenden Bebauung zu fassen. Zusammen mit den Kirchengrundstücken sollte auch das im Eigentum der Stadt befindliche Eckgrundstück an der Gördelinger Straße bebaut werden. Zwischen dem dann entstehenden Neubau und der Petrikirche sollte aus städtebaulichen und ökologischen Gesichtspunkten eine hochwertige und dann lärmgeschützte Grünfläche entstehen. Sie sollte auch dazu dienen, lufthygienische und mikroklimatische Funktionen in dem Areal aufrechtzuerhalten, heißt es in der Begründung zur Beschlussvorlage vom Februar. „Der gestalterische Abstand zur Kirche wäre städtebaulich eine gute Lösung“, meint Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer.

Geändert werden muss das Planungsrecht für diesen Bereich deshalb, weil es dafür teilweise einen bestehenden rechtskräftigen Bebauungsplan gibt, der zum Großteil öffentliche Grünfläche festsetzt und damit einer Bebauung entgegensteht. Mit dem Neubau des Medienhauses (Petrihaus) auf dem Gelände der ehemaligen Öffentlichen Bücherei hat sich das nordwestliche Einfallstor zur Stadt verändert. Es wird sich weiter verändern. „Wir sind am Anfang des Verfahrens“, erklärt Leuer.

Wenn es einen neuen Bebauungsplan gibt, wird er öffentlich ausgelegt. Die Bürger können dann Vorschläge machen oder Einwände vorbringen. Es bleibt spannend, wie das „Tor zur Stadt“ letztlich aussehen wird.
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