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Quartier mit guten Bedingungen

Walter Ackers (r.) und Sandra Morese stellten im Beisein von Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (2.v.l.) ihr Konzept vor. Foto: T.A.

Städtebauliche Konzepte zum „Nördlichen Ringgebiet“ ausgezeichnet – Bis 8. Januar im Rathaus.

Von Christoph Matthies. 11.12.2013.

Braunschweig. Die Realisierung des neuen Stadt- und Wohnquartiers „Nördliches Ringgebiet“ nimmt offiziell Fahrt auf. Die drei besten Konzepte eines Wettbewerbs über die zukünftige städtebauliche Gestaltung des Areals nördlich der Taubenstraße (Nordbahnhof), eingerahmt von Mittelweg (Westen) und Bültenweg (Osten), wurden jetzt ausgezeichnet.

Die Wohnsituation in Braunschweig ist äußerst angespannt, wer in der Löwenstadt eine Wohnung zur Miete sucht, muss vor allem Geduld mitbringen. Die Politik weiß um diese Problematik und hat sich, in Person von Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, des Themas angenommen.
Rund 500 Wohneinheiten sollen in dem ausgewiesenen Bereich in den kommenden Jahren entstehen, erklärte Leuer Interessierten im Rathaus-Altbau, wo die ausgezeichneten und weitere interessante Entwürfe noch bis zum 8. Januar montags bis freitags (9 bis 17 Uhr) ausgestellt sind. „Das Gebiet hat schon eine gewisse Größe, aber die Größe ist gar nicht das Entscheidende“, begann der Stadtbaurat seine Beschreibung des Areals. Stattdessen zeichne sich die Planfläche durch seine Nähe zum Ringgleis, zur Innenstadt, zur Universität und zu vielen guten Arbeitsplätzen in der Umgebung aus. „Wir reden über ein Gebiet mit guten Rahmenbedingungen, das nach guter Architektur nur so schreit.“
Über insgesamt 27 Konzepte, Zeichnungen und Modelle von Architekturbüros aus ganz Deutschland, aber beispielsweise auch aus Madrid oder Paris, hatte eine kompetente Jury unter Vorsitz des Stuttgarter Architekten Georg Sahner zu entscheiden. Ausgelobt hatte den nichtoffenen städtebaulichen Wettbewerb die Stadt in Kooperation mit den Baugenossenschaften Wiederaufbau, BBG und Nibelungen-Wohnbau. Am Ende einigten sich die Preisrichter auf zwei erste Preise, die mit je 16 000 Euro Preisgeld dotiert sind. Den Entwurf des Hannoveraners Tev Wilhelmsen, der eine „von Bäumen durchwebte, grüne Stadt“ vorsieht, lobte die Jury als „unkonventionell“ und „neuartig“, weiterhin verspreche er eine hohe Lebensqualität. Dem Konzept des Braunschweiger Büros Ackers Partner Städtebau (Walter Ackers, Sandra Morese) bescheinigten die Juroren eine „gut ablesbare Bandstruktur“ und eine zeitgemäße Planung von Wohn- und Gewerbehöfen. Außerdem hoben sie den als „Stadtanger“ bezeichneten Quartierspark entlang der Spargelstraße hervor.
Beide Gewinnerbeiträge sollen Mitte Januar einer Bürgerversammlung und somit der Diskussion übergeben werden, ehe sie einen Monat später den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt werden. Ab 2015 soll gebaut werden. „Die Bewohner des Östlichen und Westlichen Ringgebiets reden sehr warmherzig über ihr Quartier“, hat Baudezernent Leuer festgestellt und hofft, dass dies bald auch auf das Nördliche Ringgebiet zutreffen könnte. Wenn damit gleichzeitig eine Entspannung der Miet- und Wohnraumsituation einherginge, wäre viel gewonnen.
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