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„Privatpersonen spenden fleißig“

Mitarbeiter der Lebenshilfe räumen Regale des „Fairkauf“ ein – Eröffnung ist am 21. November

Von Jens Radulovic

Braunschweig. Derzeit räumen Mitarbeiter der Lebenshilfe die Regale des Gebraucht-Kaufhauses „Fairkauf“ ein, das in den Räumlichkeiten des ehemaligen Modehauses Matthiesen auf drei Etagen und 721 Quadratmetern Fläche entsteht. Am 21. November wird das Kaufhaus in der Stecherstraße 4 eröffnet.

Wenn die ersten potentiellen Käufer die Ladenfläche betreten, werden sie bereits volle Regale und ein breites Sortiment vorfinden, denn die Braunschweiger Bürger spenden bereitwillig.
„Auch einige Geschäftsinhaber haben bereits etwas beigesteuert, aber vor allem Privatpersonen spenden fleißig“, freut sich Ulrich Semmler, Bereichsleiter Arbeit bei der Lebenshilfe, über die große Resonanz.
Die künftige Angebotspalette ist groß: Bücher, Spielzeug, Hausratsgegenstände, Medien, Kleidung und Möbel aller Art und einfach alles, was zu bewegen ist, können bei den Annahmestellen abgegeben werden. Größere Möbel werden auch abgeholt. „Schön wäre, wenn die Sachen in beschrifteten Kartons abgegeben würden, das erleichtert uns die Sortierung“, sagt Semmler, „wir sehen alles durch. Verkauft werden nur gut erhaltene Waren. Wir sind keine Entsorger.“
Gespendet werden könne alles, was man selber gerne angeboten bekommen würde, sagt Lebenshilfe-Pressesprecherin Elke Franzen und gibt damit potenziellen Spendern gleich eine Entscheidungshilfe mit auf den Weg, was zur Weitergabe geeignet ist.
„Braunschweiger Bürger spenden, Braunschweiger Bürger profitieren“, sagt Franzen, und das gilt in mehrfacher Hinsicht. „Mit dem Kaufhaus verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen schaffen wir Arbeitsplätze für zunächst zehn bis zwölf Menschen mit Behinderung, die bislang in unseren Werkstätten gearbeitet haben und hier an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden können. Zum anderen erhalten Braunschweiger die Möglichkeit, diskriminierungsfrei günstige, gebrauchte Sachen zu kaufen“, erklärt Semmler die Zielsetzung. Darüber hinaus werden zwei Arbeitsplätze für Einzelhandelskaufleute entstehen.
Das Fairkauf sei aufgebaut wie ein normales Kaufhaus und solle alle Konsumentenschichten ansprechen, vom Sozialhilfeempfänger über Studenten bis zu preisbewussten Normalverdienern, so Projektleiterin Kathrin Wilde.

Spenden

• Annahmestellen: Werktags zwischen 8 und 15 Uhr an der Information in der Kaiserstraße 18, sowie in den Werkstätten Ludwigstraße 14, Petzvalstraße 54, Boltenberg 8 (Rautheim), Schrotweg 2 (Abbenrode). Samstags zwischen 10 und 13 Uhr im Werkstattladen, Kaiserstraße 18.
• Informationen und Termine zur Abholung erteilt Jens Blankmeister telefonisch unter 4 71 92 47.
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