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Positiver Rückblick auf die Europäischen Aktionswochen 2015

Fukushima-Zeitzeuge Takashi Kunimoto vor Gymnasiasten der kleien Burg in Braunschweig
 
Tschernobyl-Zeitzeugin Anna Fitseva und Dolmetscherin Svetlana Margolina vor Schülern der Henriette Breymann Schaule in Wolfenbüttel
Braunschweig: Ev. Akademie | Der ökumenische Trägereis /Region Braunschweig „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EAW) zieht positive Bilanz der Aktionen und Veranstaltungen in diesem Jahr. Im März und April fanden insgesamt 22 Veranstaltungen statt. Sie beschäftigten sich mit Zeitzeugen-berichte/ Gespräche in Schulen und Gruppen sowie Gedenkveranstaltungen zu Tschernobyl und Fukushima mit Zeitzeugen aus Belarus und Japan.
4 Veranstaltungen beschäftigten sich mit den Themen Erneuerbare Energie/ Energiewende. Bei diesen 22 Veranstaltungen wurden 1162 Besucher (676 Schüler/Jugendliche und 486 Erwachsene) erreicht. Die Veranstaltungen sowohl mit den Fukushima- als auch mit der Tschernobyl-Zeitzeugen fanden immer offene Ohren, egal ob die Zuhörer Schüler oder Erwachsene waren. Interessant war das gegenseitige große Interesse der Zeitzeugen aus Tschernobyl und Fukushima.

Schirmherr der EAW 2015 / Region Braunschweig: Matthias Wunderling-Weilbier (Landesbeauftragter / Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig) sagte zu Beginn der Veranstaltungsreihe: „Wir brauchen sichere und saubere Zukunftstechnologien für künftige Generationen. Dies haben uns die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima mahnend vor Augen geführt. In unserer Region werden mit Schacht Konrad und der Schachtanlage Asse II die problematischen Folgen, die mit der Nutzung von Kernenergie und dem Entstehen radioaktiver Abfälle verbunden sind, gegenwärtig.“

Hintergrundinformationen:
Der ökumenische Trägerkreis der Region Braunschweig (bestehend aus: Umweltbeauftragter Bistum Hildesheim und Institutionen/ Gremien/ Arbeitsbereichen der Ev. Luth. Landeskirche in Braunschweig, nämlich: Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/ Windkraft und Landschaft“; Umweltbeauftragter; Ev. Jugend; Arbeitskreis Japan; Frauenpfarramt und Studierenden-Gemeinde.) „Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ (EAW) beteiligt sich seit 2013 an den vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten „Europäischen Aktions-wochen...“. Das IBB verbindet mit den Aktionswochen bewusst das Gedenken an Tschernobyl und Fukushima mit den Themen Erneuerbare Energie/Energiewende und will europäische Gruppen und Initiativen stärken um in ihrer jeweiligen Region stärker auf die Langzeit-Probleme der Atomenergie hinzuweisen. Das gemeinsame, europäische an den Aktionswochen ist, dass zur selben Zeit die Aktionswochen (am Vorabend der Tschernobyl-Katastrophe) eine Kerzenaktion europaweit durchgeführt wird.
Als kirchliche Einrichtungen fühlen sich die im Trägerkreis Braunschweig zusammen-arbeitenden Gruppen und Gremien der Zukunft der nachfolgenden Generation verpflichtet. Dazu gehört auch der biblische Auftrag zur „Bewahrung der Schöpfung“ bzw. das Bewusstsein das unsere Erde vor Ausbeutung geschützt werden muss.
In einer Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima bedeutet das gleichzeitig eine kritische Begleitung der Energieproduktion, Energieverbrauch und der verantwortungsvollen Entsorgungen des Atommülls. Die Energiewende muss unterstützt und vorangetrieben werden, dabei dürfen kritische und konstruktive Beiträge (z.B. Landschaftsgestaltung und Windenergie) nicht fehlen. Die Energiewende muss vor allem auch europäisch gedacht werden, da die Folgen einer verfehlten EU-Atompolitik auch uns hier in Deutschland betreffen, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.
Im Rahmen der „Europäische Aktions-wochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ können diese unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Das Gedenken an Tschernobyl mit den bewährten Elementen „Fukushima-Mittagsgebet“, „Kerzenaktion“, „Andacht am Lutherbaum“ und den „Zeitzeugengespräche/ Zeitzeugenberichte“. Das Thema Erneuerbare Energie/Energiewende wird wohl weiterhin vorwiegend in Vorträgen und Besichtigungen sinnvoll sein. Mit dem Umweltfestival 2014 wurde der Weg beschritten beide großen Themen (Gedenken und Erneuerbare Energie) mit Besinnlichkeit, Informationsaustausch, Musik und Gespräche zu verbinden und zu einem nachhaltigen Großereignis werden zu lassen. Zum 30. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe und dem 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe soll dieses Umweltfestival ein zweites Mal stattfinden mit einem stärken Fokus auf Erneuerbare Energie/ Energiewende. Weitere Überlegungen zur Nachhaltigkeit des Festivals werden noch zu besprechen sein.
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