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Pläne für Autohof sind vom Tisch

Ehemalige Heinrich-der-Löwe-Kaserne: Kanada Bau stellte Konzept für „Businesspark“ vor.

Von Marion Korth, 16.12.2012.

Braunschweig. Der Protest der Anlieger gegen einen Autohof auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-der-Löwe-Kaserne hat Wirkung gezeigt, in der vergangenen Woche hat das Unternehmen Kanada Bau ein überarbeitetes Konzept für einen „Businesspark“ ohne Autohof vorgestellt.

„Wir haben uns gegen dieses ehemals geplante Projekt entschieden, da wir an einer guten Nachbarschaft interessiert sind“, hatte dazu Kanada-Bau-Vorstand Maic Laubrich gesagt. Ein wichtiges Hindernis auf dem Weg, das rund 330 000 Quadratmeter große Gelände wiederzubeleben, ist damit aus dem Weg geräumt, aber beschlossen oder gar genehmigt ist das Konzept damit noch nicht. „Eindeutig der größte Knackpunkt ist der Vollsortimenter, der dort entstehen soll“, sagt Holger Herlitschke (Grüne), Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses. Dass ein solcher Supermarkt ein höheres Verkehrsaufkommen nach sich zieht, sei dabei nur ein Problem. „Viel wichtiger ist die Frage, ob er in das Zentrenkonzept passt.“ Zwischenzeitlich hat sich der Arbeitsausschuss Innenstadt, ein Zusammenschluss Braunschweiger Kaufleute, zu Wort gemeldet und vor einer Aufweichung des Zentrenkonzeptes gewarnt.
Die SPD hat gemeinsam mit CDU und Grünen einen interfraktionellen Antrag für die nächste Verwaltungsausschusssitzung am 18. Dezember verfasst, um sicherzustellen, dass der Autohof nicht mehr Gegenstand des Planungsbeschlusses sein wird. Außerdem sollen die Wünsche des Stadt-
bezirksrates im Bebauungsplan berücksichtigt werden. Einige dieser Punkte hat Kanada Bau bereits aufgegriffen, sieht besonderen Lärmschutz durch einen Hallenriegel, der den „Businesspark“ vom gegenüberliegenden Neubaugebiet abschirmen soll sowie einen bepflanzten Wall vor. Die Hallen sollen von Unternehmen als Logistikzentren genutzt werden. Derzeit würden Gespräche mit Zulieferern aus der Autoindustrie geführt.
Außerdem will Kanada Bau eine soziale und kulturelle Begegnungsstätte in einem der ehemaligen Kasernengebäude einrichten, auch dies möchte der Bezirksrat berücksichtigt wissen.
„Wir von der SPD-Ratsfraktion unterstützten das Konzept im Wesentlichen und möchten das Verfahren beschleunigen, die Kasernen stehen schon viel zu lange leer“, sagt Fraktionsvorsitzender Manfred Pesditschek. Große Kollisionsgefahr mit dem Zentrenkonzept sieht er durch die geplante Gewerbeansiedlung nicht. Im Laufe des Planungsverfahrens kämen Einzelhandel und IHK ohnehin noch zu Wort.
Auch Projektentwickler Kanada Bau möchte mit der geplanten 85-Millionen-Euro-Investition vorankommen und hofft, dass die Stadt Braunschweig im Laufe des nächsten Jahres die baurechtlichen Voraussetzungen dafür schafft.
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