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Offener Brief an den Betriebsrat (Uwe Fritsch) VW Braunschweig

Den Brief richte ich an den Betriebsrat, weil ich das Werk Braunschweig als Mitarbeiter seit 1978 kenne. Vieles an Kritik ist Teilweise auch passend für Organisationen wie AWO, Sozialverbände, Bundespolitiker bis runter zu kleineren Vereinen und "möchtegern" Entscheidern auf dem Land.
Ich aber habe mich für den Betriebsrat entschieden weil er alle Facetten der Schäbigkeit abdeckt.
Gewerkschaften musste es geben, gar keine Frage. Es ist und war für den Arbeiter einfach unmöglich seine Vorstellungen einer leistungsgerechten Entlohnung eigenständig zu fordern, geschweige denn durchzusetzen. In den frühen Nachkriegsjahren haben unsere Väter und Großväter mit Hilfe dieser Vereinigung auch sehr viel erreicht an sozialen Errungenschaften, Sicherheit für die Familie, keine zusätzlichen Sorgen im Krankheitsfall des Ernährer und so weiter und sofort. Dieses alles hätten Einzelkämpfer niemals hinbekommen, gut,,,,, die Zeit war eine andere,,,, es gab mehr Arbeit als dazu Willige, schließlich war ja die soziale Hängematte vorhanden.
Aber trotz der Arbeitsunwilligen, nicht zu verwechseln mit den heutigen Hartz4ern, war es möglich den Lebensstandart der einfachen Bevölkerung mit Hilfe, Kraft und Stärke der Gewerkschaften und seiner Mitglieder spürbar zu verbessern.
Dann kam aber auch die Zeit, in der viele Arbeiter sich die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft sparten, weil es der Arbeitsmarkt zuließ. Also mussten wohl eine neue Strategie geschaffen werden. Die Mitbestimmung hielt Einzug in den Betrieben, um so grösser der Betrieb, umso grösser der Einfluss. Vom Grundgedanken her war dieses keine schlechte Idee, leider aber in der Ausführung wie so oft bei Denkmodellen.
Genug der langen Rede, sonst fragt sich der eine oder andere "was hat das mit AWO u.s.w." zu tun,,,,,, richtig noch nichts.
Es gibt, gab und wird auch immer wieder Veränderung in allen Bereichen geben, aber die Veränderung der Gewerkschaft, vornehmlich Betriebsräte in größeren Unternehmen ist so stark, dass sie dem Namen "Arbeitnehmervertretung" nicht mehr gerecht wird.
Kollege Uwe Fritsch, ich frage Dich, was glaubst Du ist der DGB, ein Arbeitnehmerverband oder eine politische Partei? Wenn Ideologie zum Gesetz wird, dann ist das der Anfang vom Ende. Es grenzt schon an krankhafter Selbsteinschätzung die Ihr Funktionäre der Gewerkschaften an den Tag legt, zu glauben das sämtliche Mitglieder die gleichen verträumten Vorstellungen über den Weg in die Zukunft haben wie Ihr. Gut,,, das wäre nicht das schlimmste, schlimm ist es seine Mitglieder in Geiselhaft zu nehmen und in Ihrem Namen wüste Beschimpfungen, Vermutungen und Hassreden gegen anders Denkende einzubeziehen. Und an diesem Punkt kommt die AWO und die anderen ins Spiel, alles Organisationen mit gleicher Struktur. Ihr alle die so sehr von Euch überzeugt seid, Ihr solltet mal eine anonyme Umfrage in den Betrieben durchführen wer wie worüber denkt, es gäbe ein böses erwachen.
Wir als besorgte Bürger (Patrioten), oder auch wir von der Bragida wurden vorverurteilt, was gegen jedwedes geltendes Recht verstößt, und zwar von allem was Rang und Namen hat. Zu keinem Dialog bereit nur Hetze und Verleumdungen, dabei wären wir zu einer Diskussion mit den selbsternannten Gutmenschen, träumenden Weltverbesserern, und feigen Parteihörigen bereit, nicht zu vergessen sogenannte Journalisten und Redakteure.
Es hat sich zwar schon vieles gewandelt, die Schreie sind nicht mehr so laut, aber die Seitenhiebe sind geblieben und das sogar gegen eine demokratisch gewählte und vor dem Gesetz anerkannte Partei.
Einfach nur erbärmlich.
Mir jedenfalls reicht es, ich habe keine Lust mehr auf Diffamierung, Verleumdung und als Nazi in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Das schlimmste aber ist, dass man als Bragida Demonstrant behindert wird sein Grundrecht in Anspruch zu nehmen, auch zweifele ich an der Rechtmäßigkeit über den Ablauf unserer montäglichen Versammlung. Wir waren und sind immer friedlich, aber die Zeit sich zu wehren ist nach mehr als eineinhalb Jahren überfällig.
Tjaaa Kollege Uwe Fritsch, wie gesagt ich hätte mehreren schreiben können, aber es sollte auch meine Verbundenheit zu VW Werk ausdrücken.

mfG hjh
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2 Kommentare
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David Janzen aus Braunschweig - Innenstadt | 19.08.2016 | 13:47  
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Hans-Jürgen Hain aus Braunschweig - Innenstadt | 29.09.2016 | 12:25  
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