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Östlicher Ring wird ab Montag zur Teststrecke

Methoden aktiver Verkehrssteuerung für den Klimaschutz im Test

Von Jens Radulovic

Ab dem 30. März werden auf dem östlichen Ring (Hagenring - Altewiekring) unterschiedliche Methoden der Verkehrslenkung getestet. Dabei geht es darum, mit Hilfe von veränderten Ampelschaltungen den Verkehr in diesem Bereich stärker zu verflüssigen bzw. zu reduzieren.

Mit Hilfe des vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz aufgestellten Messcontainers am Altewiekring werden die Auswirkungen auf die Luftbelastung gemessen.
Die Untersuchungen sind Teil des Verkehrsmanagement-Forschungsprojekts, das Stadtverwaltung und Bellis GmbH mit Unterstützung des Bundes durchführen. Es hat zum Ziel, mit verbesserter Verkehrssteuerung die Schadstoffbelastung langfristig zu reduzieren und ist Teil des Luftreinhalteplans der Stadt.
Die Untersuchungen dauern bis voraussichtlich Anfang Juni und werden während der Verkehrsspitzenzeiten durchgeführt. Da auch unterschiedlich lange Ampelphasen ausprobiert werden, kann es im Bereich von Altewiekring und Hagenring in einzelnen Fällen zur Staubildung kommen. Die Autofahrer werden jedoch jeweils aktuell an den Hauptzufahrtsstraßen mit Hilfe der digitalen Informationstafeln auf die Untersuchungen hingewiesen. Außerdem werden große Schilder im näheren Bereich des östlichen Ringes aufgestellt, die empfehlen, den Bereich zu umfahren.
Das Verkehrsmanagement sucht nach Möglichkeiten, Verkehrsüberlastungen und damit unnötig hohen Schadstoffausstoß zu verhindern. In dem Projekt wird daher getestet, welche kurzfristigen Eingriffe in den Straßenverkehr wirkungsvoll sind, wenn zu Verkehrsspitzenzeiten an neuralgischen Punkten hohe Schadstoffwerte zu erwarten sind. Dabei fließt eine Vielzahl von Faktoren in die Berechnung ein, unter anderem auch die Art des Verkehrs (Pkw, Lkw, die durchschnittliche Geschwindigkeit an den Stellen oder das Wetter).
Mit dem Projekt werden komplexe Berechnungen getestet, die Grundlage sein sollen für die Entwicklung standardisierter Verfahren für alle großen Verkehrsstraßen. Dort soll dann bei bestimmten Verkehrsbedingungen der Verkehr wirkungsvoll gesteuert und die Straßen- und Schadstoffbelastung verringert werden können.
Wichtige technische Grundlage für diese Berechnungen sind die Messgeräte zur Erhebung von Verkehrsdaten, die bereits an den großen Straßen in Braunschweig installiert sind. Sie geben Auskunft über die Verkehrsmenge und Geschwindigkeiten.
Die Verwaltung weist darauf hin, dass es bei Messungen nicht darum geht, Informationen über einzelne Fahrzeuge zu erheben oder Geschwindigkeitsverstöße festzustellen. Dies ist auch technisch gar nicht möglich.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.UVM-BS.de zu finden.
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